Immobilienleasing
Mehr Flexibilität für Mittelständler

Warum sollte sich ein mittelständischer Unternehmer in wirtschaftlich angespannten Zeiten von seiner Immobilie trennen, die doch in Beton gegossene Solidität verkörpert? Zwar ist Leasing kein Allheilmittel, aber seine Wirkung als strategisches Instrument sollte nicht unterschätzt werden.

HB ESCHBORN. Leasing kann von gesunden Unternehmen gerade in der aktuellen Phase des Wirtschaftszyklus zur Finanzierung eingesetzt werden. Wichtig jedoch: Die Leasingraten müssen dauerhaft erwirtschaftet werden. Alles andere widerspräche gesundem Unternehmergeist.

Rund 70 Prozent der Gewerbeimmobilien in Deutschland befinden sich aktuell im Eigentum der Nutzer. Gerade kleine und mittlere Unternehmen können mit Immobilienleasing oft die Eigenkapitalquote und Bilanzrelationen verbessern und stille Reserven heben. Das Unternehmen erhält neue Liquidität und verbessert seine Kreditwürdigkeit.

Auch aus steuerlicher Perspektive kann das Sale-and-Lease-Back interessant sein. Zumal Mittelständler die Immobilien nach der Transaktion weiter wie ein Eigentümer nutzen können. Dies ist beispielsweise mit Blick auf eine Übergabe an einen familienexternen Unternehmensnachfolger von Belang.

Kritiker wenden ein, dass die Immobilie nach Veräußerung nicht mehr als Sicherheitspolster dienen könne. Allerdings ist Immobilienleasing eine besondere Form der Miete, sozusagen kombiniert mit einer Art Bausparvertrag. Denn neben der Leasingrate leistet der Leasingnehmer auch eine Anzahlung auf den Rückkaufswert. Jede Zahlung kann damit als Schritt hin zum optionalen Rückerwerb der Immobilie bewertet werden.

Ein oft geäußerter Einwand sind zudem schlecht kalkulierbare Leasingraten. Seriöse Anbieter lassen jedoch einen unabhängigen Gutachter den Wert der Objekte ermitteln. Mit Hilfe dieser Einschätzung wird dann eine marktgerechte Nutzungsrate festgelegt.

Peter Dieckmann ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender der VR-Leasing AG.

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