Leasing-Branche
Bei Firmenwagen darf es wieder etwas mehr sein

Nach dem Absturz im vergangenen Jahr macht sich langsam wieder Optimismus in der Leasing-Branche breit. So können die Anbieter 2010 wieder auf ein leichtes Plus hoffen. Der große Aufschwung ist bislang aber ausgeblieben. Und der Branche droht bereits neues Ungemach.

FRANKFURT. Bislang profitieren Anbieter in einigen Bereichen nur zeitverzögert von der kräftigen Konjunkturerholung hierzulande. Und für die Zukunft droht schon neue Gefahr: Die massiven Regulierungsvorgaben für die Banken könnten deren Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Gesellschaften verringern. Am Ende könnte darunter nicht nur die Branche, sondern die gesamte Wirtschaft leiden.

"Wir sind nicht pessimistisch, der Trend zeigt aufwärts", sagt Horst Fittler, Hauptgeschäftsführer des gut 200 Mitglieder starken Bundesverbands Deutscher Leasing e. V. -Unternehmen (BDL). Nach Zuwächsen im zweiten Quartal 2010 rechnet er auch für den Zeitraum Juli bis September mit einem anziehenden Neugeschäft. "Wahrscheinlich werden wir im Gesamtjahr ein leichtes Plus sehen, über fünf Prozent im besten Fall werden wir aber nicht hinaus kommen", prognostiziert der Branchenvertreter. "Den großen Aufschwung sehen wir noch nicht", urteilt auch Joachim Secker, Chef von GE Capital in Deutschland. Das werde sich aber bald ändern: "Ich gehe für 2011 und 2012 von einem Anziehen des Marktes aus."

Nachdem im vergangenen Jahr das Leasing-Neugeschäft in Deutschland von mehr als 50 Mrd. Euro 2008 auf lediglich 41 Mrd. Euro einbrach, wäre das zwar eine positive Aussicht. Gleichwohl: Von den alten Höhen ist die Branche heute noch weit entfernt.

Getrieben wird das Geschäft derzeit vor allem vom Fahrzeug-Leasing, das traditionell mit rund 60 Prozent den höchsten Geschäftsanteil hat. "Fahrzeug-Leasing profitiert sicher schneller als andere Segmente der Branche von der Erholung", sagt Lionel Wolff, Chef des Leasing-Anbieters Arval Deutschland. Viele Unternehmen wären 2009 davor zurückgescheut, Fahrzeuge auszutauschen. Das aber lasse sich nun immer weniger aufschieben, so dass das Neugeschäft zwangsläufig zulege. Gleichzeitig profitieren die Gesellschaften für Fuhrpark-Leasing von den sich stabilisierenden Restwerten, die jedoch Kennern zufolge immer noch ein gutes Stück weit von den Niveaus vor der Krise entfernt sind.

Weniger erfreulich ist die Lage im Bereich Investitionsgüter - und das trotz der boomenden Konjunktur. So hat sich beispielsweise der Geschäftsklima-Index des Münchener ifo-Instituts für September erneut verbessert. Fazit: Die Unternehmen blicken mit Optimismus in die Zukunft. In der Leasing-Branche ist das jedoch vielfach noch nicht angekommen, wie auch BDL-Hauptgeschäftsführer Fittler einräumt: "Das Geschäft mit Maschinen kommt nur langsam in Gang." Das Segment, das rund ein Viertel des Branchenvolumens ausmacht, hatte im zweiten Quartal einmal mehr einen Rückgang um 7,5 Prozent hinnehmen müssen.

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