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Firmen nutzen Leasing zum Maschinenkauf

Der Technologiefortschritt eröffnet der Leasingbranche viele Möglichkeiten. Denn immer mehr Unternehmen wählen Leasing als Finanzierungsform, um neue Maschinen oder Anlagen anzuschaffen. Was Leasingnehmer bei Maschinen und Laufzeiten beachten sollten.

DÜSSELDORF. Bei einfachen Maschinen, die von einem Lieferanten stammen, schaltet sich der Leasinggeber in der Regel ein, sobald der Leasingnehmer das Objekt bestellt hat. Beim Bestelleintritt erwirbt der Leasinggeber die Maschine direkt vom Lieferanten und verleast sie in der Folge an seinen Kunden. Der Kaufpreis ist die Bemessungsgrundlage für die Leasingraten.

Vom Bestelleintritt bis zur Übergabe gewährleistet der Leasinggeber, dass die Maschine funktioniert. Fällt sie danach aus, hat sich der Leasingnehmer ausschließlich an den Lieferanten zu halten. Eine Ausnahme von dieser Regel besteht, wenn der Lieferant insolvent wird. In diesem Fall muss der Leasinggeber während der Garantiezeit einspringen.

Größere Maschinen oder Anlagen stammen häufig von mehreren Herstellern. Das kann problematisch sein, falls die Maschine nicht funktioniert: Bei mehreren Lieferanten fehlt ein Hauptverantwortlicher, der eventuelle Mängel beseitigt. Daher wählen Leasinggesellschaften bei großen Maschinen meist Sale-and-Lease-back-Verträge. Bei diesem Verfahren bestellt der Leasingnehmer die Maschine, lässt sie anliefern und zusammenbauen. Danach kauft die Leasinggesellschaft die Maschine vom Leasingnehmer und verleast sie ihm im Anschluss zurück. Das hat den Vorteil, dass die Verantwortung von Anfang an beim Leasingnehmer liegt.

Leasingnehmer sind in der Regel an möglichst langen Laufzeiten interessiert - die finanzierende Bank eher an kürzeren. Deshalb schreiben die so genannten Leasingerlasse des Finanzministeriums bestimmte Laufzeiten vor, die sich an den amtlichen Tabellen für Absetzung für Abnutzung (AfA) orientieren. Grundsätzlich darf die Leasingzeit 40 Prozent der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nicht unterschreiten und 90 Prozent nicht überschreiten. Anhand dieser Vorgaben lässt sich die Laufzeit bestimmen und schließlich die Höhe der einzelnen Leasingrate ausrechnen.

Maschinen und Anlagen können unter anderem mit einem Voll- oder Teilamortisationsvertrag geleast werden. Bei der Vollamortisation nach den deutschen Steuererlassen zahlt der Leasingnehmer während der Grundmietzeit die Investitionskosten an den Leasinggeber zurück. Bei Vertragsende kann der Leasingnehmer die Maschine an den Leasinggeber zurückgeben, sie kaufen oder den Vertrag verlängern. Bei Teilamortisationen bleibt hingegen nach Ablauf der Grundmietzeit ein Restwert übrig.

* Helmut Fries ist Geschäftsführer der Commerz Real Mobilienleasing GmbH.

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