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Sport: Minister: Rot-Grün hat Obergrenze für F-1-Zuschuss

Für die Zuschüsse zur Formel 1 am Nürburgring hat Rot-Grün in Rheinland-Pfalz eine Obergrenze festgelegt. «Wir wollen natürlich für weniger Geld die Formel 1 am Nürburgring halten», sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) in Mainz.

Verhandlungsführer Quelle: dpa
Verhandlungsführer Quelle: dpa

NürburgEine Höhe nannte er nicht. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) blieb zwar bei ihrer grundsätzlichen Kritik, bekräftigte aber die Haltung ihres Kabinettskollegen. Vor einer Woche hatte sie noch gesagt, dass der Geldhahn des Landes nach dem Rennen vom vergangenen Wochenende bis 2016 zugedreht sei.

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«Wir haben in der Koalitionsvereinbarung ganz klar festgelegt, dass wir die Ausgaben für die Formel 1 zurückfahren», sagte Lemke dem ZDF beim Besuch der Stadtwerke in Mainz. «(Formel-1-Chefvermarkter Bernie) Ecclestone muss wissen, dass wir nicht jeden Preis mitgehen können. (...) Wir können das nicht rechtfertigen vor dem Steuerzahler.» Der Innenminister hatte zuvor eingeräumt, dass es unterschiedliche Ansichten in der rot-grünen Koalition zur Landesförderung für den Nürburgring gebe.

Die Zukunft der Formel 1 in der Eifel muss wegen eines auslaufenden Vertrags mit Ecclestone neu verhandelt werden. Die rot-grüne Koalition will die Millionensubventionen mit Steuergeld zurückfahren. Sie setzt Hoffnungen in den neuen Geschäftsführer der Nürburgring Automotive GmbH, Karl-Josef Schmidt. Er hatte bereits das Formel-1-Aus des Hockenheimrings mit Ecclestone verhindert. Für das Rennen vom Wochenende kalkulierte die Landesregierung einen Verlust von 13,5 Millionen Euro ein.

Die CDU-Opposition im Landtag forderte die Landesregierung auf, Details der Gespräche mit dem Formel-1-Chefvermarkter publik zu machen. Dazu zähle, wer die Verhandlungen führe, wie der Finanzrahmen aussehe und welche Folgen ein Verzicht auf die Formel 1 für die Bewirtschaftung habe, erklärte Fraktionsgeschäftsführer Hans-Josef Bracht. Die Formel 1 müsse mit möglichst wenig oder gar keinen Steuermitteln am Nürburgring gehalten werden.

Quelle: dpa
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