Die Sportredaktion hat die Köpfe zusammengesteckt und sich gefragt: Wer waren die besten Spieler der Bundesliga-Saison 2012/13? Viele Namen sind naheliegend, andere kontrovers – und dann sind da ja noch die Joker. Mehr…
Einen Schuss Tragik hat es schon, wenn Frankfurts Keeper Kevin Trapp zur U21-EM nach Israel fährt – er tut es als Maskottchen für ein Spiel. Der ehemalige Lauterer hatte sich Mitte März bei einem Werbedreh die Mittelhand gebrochen und verpasst die Endrunde deshalb als Spieler. Davor war der 22-Jährige mit seinen Paraden einer der Hauptverantwortlichen für die starke Saison des Aufsteigers.
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RechterVerteidiger: Sebastian Jung (Eintracht Frankfurt)
Zweiter Protagonist bei der Hausse der Hessen war Rechtsverteidiger Jung. Unaufgeregt und solide trug der 22-Jährige dazu bei, sich mit der Eintracht in die Europa-League-Ränge zu schleichen. Und da deutsche Außenverteidiger mit dieser Qualität selten sind, stand Jung schnell in den Notizbüchern der halben Bundesliga. Am Ende verlängerte das Eigengewächs in Frankfurt – und fährt zur U21-EM.
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Innenverteidigung: Dante (Bayern München)
Vor der Saison hatten die Kenner andere Neuzugänge als Leistungsträger beim Rekordmeister auf dem Schirm, der Brasilianer galt nach dem Wechsel aus Mönchengladbach eher als Alternative für die Bank. Zehn Monate später ist Dante nicht nur Innenverteidiger Nummer eins bei den Bayern, sondern auch Nationalspieler. Die Talente des 29-Jährigen: Unfassbar gutes Stellungsspiel und ganz starkes Zweikampfverhalten.
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Innenverteidigung: Philipp Wollscheid (Bayer Leverkusen)
Die zweitbeste Abwehr der Liga hinter den Bayern stellt etwas überraschend nicht der BVB, sondern der Tabellendritte Leverkusen. Ein integraler Bestandteil davon war der 24-jährige Wollscheid, der sich nach seinem Wechsel aus Nürnberg direkt festspielte. Mit einer für seine Jugend erstaunlich abgeklärten Spielweise und einem guten Kopfballspiel hat sich der Saarländer auch eine Einladung zur USA-Reise der Nationalmannschaft gesichert.
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Linksverteidiger: David Alaba (Bayern München)
Da überlegen die Bayern jahrelang, wo sie einen halbwegs tauglichen Linksverteidiger herbekommen können und plötzlich stellt sich heraus, dass der schon jahrelang im Verein kickt – nur an anderer Stelle und auf anderen Positionen. Mit seiner grenzenlosen Dynamik hat sich der 20-Jährige jetzt schon auf Jahre und Jahrzehnte einen Stammplatz ersprintet. Fast schon schade, dass er Österreicher ist.
Der sportliche Nachruf war bereits formuliert: Generation titellos, die gescheiterten Hochbegabten, der phlegmatische „Schweini“ ohne Nervenstärke. Den Vize-Kapitän der Bayern beeindruckte das wenig, nach vielen Verletzungen in der vergangenen Saison lieferte der 28-Jährige eine sensationelle Saison ab. Als Stratege und Führungspersönlichkeit absolute Weltklasse und im defensiv-zentralen Mittelfeld, entgegen mancher Prognose, in der Nationalmannschaft sowie beim Champions-League-Finalisten unersetzlich.
Auf dem steilen Weg in diese Weltklasse ist auch Schweinsteigers Pendant beim BVB. Der Mann mit dem 360-Grad-Blick ist vielleicht der Spieler mit der besten Übersicht in der Bundesliga, Fehlpässe kennt der Deutsch-Türke nur, wenn er sie selbst beim Gegner provoziert. In der Nationalmannschaft als Nummer 1c etabliert, wird mittelfristig keiner am Dortmunder vorbeikommen – weder Gegenspieler noch Joachim Löw.
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Linkes Mittelfeld: Max Kruse (SC Freiburg)
Nüchtern gesehen war es ein gutes Geschäft: 750.000 Euro an St. Pauli bezahlt und nach zwölf Monaten 2,5 Millionen Euro kassiert. Die prächtige Rendite wird dem SC Freiburg aber weniger gefallen, schließlich verliert er seinen besten Offensivspieler und -Allrounder der abgelaufenen Saison. Elf Treffer erzielte der Linksfuß und schoss die Breisgauer in die Europa League. Er selbst muss sich bei Borussia Mönchengladbach mit einer Spielzeit ohne internationalen Fußball anfreunden – macht er so weiter wird es aber wirklich nur eine.
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Offensives Mittelfeld: Kevin de Bruyne (Werder Bremen)
Nein, die Saison der Hanseaten wird mit Sicherheit nicht als eine ruhmreiche in die Annalen eingehen. Thomas Schaaf entlassen, fast abgestiegen, haufenweise Skandale. Dass die Spielzeit nicht in einem totalen Desaster endete, war vor allem dem Belgier zu verdanken, der zehn Treffer erzielte und neun vorbereitete. Für das kommende Jahr muss sich Werder dann aber neben einem neuen Coach auch einen Lebensretter suchen, de Bruyne geht erst einmal zurück nach Chelsea, ist aber auch in Leverkusen und Dortmund im Gespräch.
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Rechts Mittelfeld: Franck Ribery (Bayern München)
Beim Abschied von Jupp Heynckes wird der Franzose dicke Tränen weinen. Nach der für Ribery eher trostlosen Zeit unter Louis van Gaal blühte der 30-Jährige in den vergangenen beiden Jahren wieder zu einem der weltweit besten Flügelspieler auf. Allein in der Bundesliga war der Rechtsaußen an 25 Treffern direkt beteiligt, seine Lieblingsbewegung in Richtung Grundlinie mit einem flachen Pass in die Mitte konnte kaum ein Abwehrspieler verteidigen.
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