Debatte um Nationalstürmer Gomez „Warum soll ich mich ändern?“

Gomez war der Siegtorschütze gegen Portugal. Dennoch hagelt es Kritik an dem Stürmer, nicht nur von Mehmet Scholl. Nicht wenige möchten Klose spielen sehen. Nun wehrt sich Gomez – und bekommt wichtige Unterstützung.
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„Kein Grund, mich zu ändern“

Die von TV-Experte Mehmet Scholl ausgelöste Debatte um Mario Gomez lässt Bundestrainer Joachim Löw kalt. „Ehrlich gesagt habe ich keine Energie, mich um das zu kümmern, was der eine oder andere irgendwo sagt. Ich als Trainer habe eine andere Sichtweise auf die Dinge. Wir beurteilen die Spieler so, wie wir das für richtig halten. So etwas wird mich die nächsten Wochen nur am Rande interessieren“, erklärte Löw am Montag bei der Pressekonferenz im deutschen EM-Quartier in Danzig.

Ex-Nationalspieler Scholl hatte nach dem EM-Auftaktspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Portugal über den Siegtorschützen Gomez gelästert: „Ich hatte zwischendrin Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss.“ Scholl kritisierte damit die angeblich mangelnde Einsatzfreude des Torjägers vom FC Bayern München, der von Löw den Vorzug vor Miroslav Klose erhalten hatte. „Ich bin froh, zwei Klasseleute im Angriff zu haben“, konterte der Bundestrainer.




Wahrscheinlich wird Löw an diesem Mittwoch im zweiten Vorrundenspiel gegen Holland dieselbe Elf aufbieten wie beim 1:0 gegen Portugal. Auch Siegtorschütze Mario Gomez rechnet fest mit seinem Einsatz von Beginn an. Die heftige Kritik von Mehmet Scholl, an seiner Leistung gegen die Portugiesen konterte der Halb-Spanier mit dem Hinweis auf seine Torquote. „Ich war in den letzten fünf, sechs Jahren der beste Stürmer in Deutschland und habe in der Champions League in den letzten zwei Jahren nach Messi die meisten Tore gemacht. Ich möchte wissen, warum ich mich ändern soll?“, erklärte Gomez. Lionel Messi vom FC Barcelona hatte in der Königsklasse in den vergangenen zwei Spielzeiten 26 Mal getroffen, Gomez 20 Mal.

Wer sich auf der Straße umhört, kann schnell feststellen, dass Scholl mit seiner Kritik weiten Teilen Fußball-Deutschlands aus der Seele gesprochen hat. Nicht wenige fordern den Einsatz von Routinier Miroslav Klose – trotz Gomez' Siegtor. In der ewigen Torjägerliste des DFB liegt der mittlerweile 34-jährige Klose mit 63 Toren auf Rang zwei und als bester aktiver Nationalspieler noch fünf Treffer hinter Gerd Müller. Ungewohnt für Klose: Der Stürmer, der unter Joachim Löw eine Stammplatzgarantie zu haben schien, musste am Sonntagnachmittag in Danzig mit den Reservisten trainieren.

Löw lässt sich alle Optionen offen
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6 Kommentare zu "Debatte um Nationalstürmer Gomez: „Warum soll ich mich ändern?“"

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  • Wenn ich so manchen Kritiker höre da wird mir echt schwindlig. Wir spielen ein 4-2-3-1 System also genau das perfekte System für Gomez. Was hilft es mir wenn sich z.B. Klose immer wieder ins Mittelfeld bzw. auf Außen anbietet?WEr soll dann das Tor machen? Das sieht spielerisch natürlich super aus wenn man dann mit Klose und z.B. Müller auf Außen überzahl hat und den Außenverteidiger schwindelig spielt aber ein Tor kann daraus nicht fallen weil im zentrum keiner ist!
    Gomez hat aus zwei Halbchancen 2 Tore gemacht. Leider wurde nur eins anerkannt. aber unterm Strich hat er das Siegtor gemacht und dafür spielt er! nicht um irgendwo auf´n platz rumzurennen! Gibt genügend Weltklasse "Phantome" die eben zur Stelle sind und sonst nicht zu sehen! Ich sag nur: van Nistelrooy, Makaay, Toni, Kirsten, Lewandowski, Benzema, Higuain, Drogba....

    Die Spanier wären froh wenn sie einen Spieler wie Gomez hätten der knipst, schnell ist und sich gewohnheitsmässig alleine gegen zwei Innenverteidiger durchsetzt!

  • Tipisch Deutsch, Tipisch Sch..........

  • Blödsinn, der ganze Bockmist der da im TV so zum Fußball gelabert wird, kann wohl kaum ernstgenommen werden.

    Gomez ist weltklasse und wurde einst von einem Holländer demontiert (van Gaal) vermutlich mit Blick auf die EM.

    Löw hat als einziger die Mannschaft aufzustellen und alle anderen haben das zu aktzeptieren und sich aus der Aufstellung raus zuhalten.

  • Peinlich, peinlich Herr Scholl...

    Das schießt Gomez das entscheidende Tor gegen Portugal und sichert uns den Sieg, und Herr Scholl kritisiert. Stattdessen sollte er in Jubel ausbrechen, das wir gewonnen haben und Gomez die Nerven behalten hat, um das Tor zu schießen.

  • "Gomenz", "Lahn" - naja, Hauptsache mal was gesagt!

  • Welcher großer Experte Herr Scholl ist zeigt sich nicht nur an seiner peinlichen Kritik am Mario Gomenz. Scholl lobt im gleichen Atemzug auch noch die Leistung von Philipp Lahn, der - für ihn untypisch - grottenschlecht gespielt hat. Beim Voting der Zuschauer bekam er deshalb auch die zweitschlechteste Note aller Spieler. Man sieht Scholl ist wirklich ein Experte, der als Trainer im übrigen die 2. Mnnnschaft des FC Bayern in den Abstieg aus der 3. Liga geführt hat.

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