Elfmeter-Thriller

Spanien zittert sich gegen Portugal ins EM-Finale

Wieder kein Titel für Portugal: Nach guter Leistung gegen erstaunlich harmlose Spanier besiegelte das Elfmeterschießen das Aus für Ronaldo und sein Team. Der „Furia Roja“ griff allerdings Fortuna kräftig unter die Arme.
3 Kommentare
Wie Spanien sich ins Finale rumpelte
Soccer Euro 2012 Spain Portugal
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Viel Kampf, wenig Kreativität: Die regulären 90 Minuten Spielzeit zwischen Portugal und Spanien brachten keine Entscheidung. Von Anfang an unterbanden die Teams gegenseitig das Offensivspiel.

Portugal's Ronaldo reacts during the Euro 2012 semi-final soccer match against Spain at Donbass Arena in Donetsk
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Er gab bei Portugal die Marschrichtung vor: Cristiano Ronaldo hatte im Angriff das Kommando. Und Chancen gab es.

Spain's goalkeeper Casillas makes a save next to Portugal's Nani during their Euro 2012 semi-final soccer match at the Donbass Arena in Donetsk
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Für Spanien blieb es über die gesamte Spielzeit ungemütlich. Iker Casillas musste öfter eingreifen, als ihm lieb war - gerade bei Standards.

Portugal's Pereira challenges Spain's Iniesta during Euro 2012 semi-final soccer match in Donetsk
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Es wurde mit Haken und Ösen gearbeitet. Die Portugiesen bekamen keinen Entfaltungsraum - aber auch die spanischen Ballkünstler um Andres Iniesta konnten sich ihr „Tiki-Taka“ abschminken.

Spain's Xabi Alonso heads the ball during their Euro 2012 semi-final soccer match against Portugal in Donetsk
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Die Spanier wussten nicht, was sie gegen die kompakt stehenden Portugiesen tun sollten. Alle Wechsel brachten nichts, auch die so ungewöhnlichen Versuche mit hohen Bällen brachten nichts ein.

Match referee Ongun of Turkey shows a yellow card to Spain's Ramos during the Euro 2012 semi-final soccer match between Spain and Portugal at Donbass Arena in Donetsk
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Das Spiel sah eine ganze Reihe von Gelben Karten. Beide Seiten wussten sich häufig nur noch mit Fouls zu helfen. Der türkische Unparteiische hatte aber jederzeit alles im Griff.

Soccer Euro 2012 Spain Portugal
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Portugals Keeper Rui Patricio war nur selten gefragt. Zu harmlos präsentierte sich Spanien im Abschluss.

DonezkGlück gehabt: Spanien hat auf dem Weg zum historischen Titel-Triple Cristiano Ronalo und die wackeren Portugiesen erst in einem Elfmeterschießen aus dem Weg geräumt. Der Welt- und Europameister gewann das 120 Minuten lang torlose Bruderduell gegen den renitenten Nachbarn mit 4:2 beim Shootout vom Punkt und kann damit am Sonntag im Endspiel der EM als erste Mannschaft EM, WM und EM in direkter Folge gewinnen. Spanien greift zum vierten Mal nach dem europäischen Titel, der Gegner im Olympiastadion von Kiew wird Deutschland oder Italien sein.

Spanien durfte sich bei seinem Mannschaftskapitän Iker Casillas bedanken - und hatte außerdem Glück: Bruno Alves verschoss einen zweiten Elfmeter für Portugal - anschließend traf Cesc Fabregas. Zuvor waren Xabi Alonso für Spanien und Joao Moutinho für Portugal an Casillas gescheitert.

Es hätte auch schon in der Verlängerung zu Ende sein können. Doch Andrés Iniesta, Schütze des Siegtreffers im WM-Finale gegen die Niederlande (1:0 n.V.), scheiterte in der Verlängerung am glänzend reagierende portugiesischen Torhüter Rui Patricio (104.). Bis dahin waren hochkarätige Chancen Mangelware geblieben. Langweilig war das intensive, vor allem von den Portugiesen mit großem Einsatz geführte Spiel in der Donbass Arena von aber Donezk.

Davor hatte die "Rote Furie" Schwerstarbeit verrichten müssen. Die Portugiesen störten das spanische "Tiki Taka" mit großer Lidenschaft und mit großer Effizienz, ließen die Passmaschine des Titelverteidigers kaum in Fahrt kommen und spielten selbst mutig nach vorne. Erst in der Verlängerung schwanden ihne die Kräfte. Bis dahin hatte vor allem Ronaldo immer wieder versucht, mit entschlossenen Einzelaktionen oder guten Pässen seine Mitspieler in Szene zu setzen. 22 Sekunden vor Ablauf der 90 Minuten vergab er allerdings aus guter Position im Strafraum die Chance zum Sieg.

Fiesta España Olé - Portugal ade

Für Portugal bleibt das verlorene Endspiel 2004 gegen Griechenland (0:1) das einzige Finale bei einem großen Turnier. Bei der WM 2010 hatten Ronaldo und Co. das Achtelfinale gegen Spanien verloren (0:1). Spanien hat nun im neunten K.o.-Spiel bei einem Turnier "zu Null" gespielt.

Portugal hält Spaniens „Tiki-Taka“ in Schach
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  • Dieses Spiel war grottenschlecht. Niveau: Null.

    Diese lächerlichen Cowboy-Stellungen von Weinraldo, um dann den Ball in die Eier der spanischen Abwehr zu hauen. Dann die Spanier mit diesem absolut lächerlichen hin und her Ballgeschiebe - die haben ja so getan, als ob Portugal gar kein Tor hätte.

    Dann in der 115 Minute die Erlösung: der erste Torschuss von Spanien! Nun wussten sie, wo das Tor der Portugisen ist. Hatten dann aber nur noch 5 Minuten Zeit, um mit ihren kurzen, krummen Beinen den Ball gerade aus zu schießen - das war zu kurz.


    Das, was gestern gezeigt wurde, hat mit Fußball nichts zu tun. Halbdebile, überbezahlte Schwachköpfe haben zu ihrem Lauftraining angesetzt - mehr war das nicht.

    Wir werden dieses Kakophonie-Ballett mit 4:0 in die spanische Pampa treten. Wo die dann ihren Tikitaka mit Fakelaki verschmelzen und die nächste WM, mit Angies Milliarden, wieder holen werden.

  • gut erkannt! ein spiel auf taktisch hohem niveau, dafür leider gähnend langweilig! und cr7 konnte dieses mal nicht für den unterschied sorgen...coentrau gehörte für mich hingegen zu den stärksten spielern des gestrigen abends.

    ich vermute, heute abend geht es mehr zur sache. und das nicht nur, weil es einen emotional mehr packt, sondern weil deutschland einen anderen fußball spielt und präsentieren wird.

  • Nix "Tikitaka".... Eher Taktikkaka :-))

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