
Im Bild der Held des Abends. Wie? Warum? Für wen? Die Bilder des Spiels Polen gegen Russland.

Eine rot-weiße Wand: Im zweiten Spiel der Gruppe A am Abend in Warschau standen die polnischen Fans ihrer Mannschaft gegen Russland bei.

Die russischen Fans ließen sich da nicht lumpen - die Lager gelten als Erzrivalen.

Von Anfang an spielten die Teams mit offenem Visier. Zunächst drängten die Polen auf das russische Tor.

Um jeden Meter Raum wurde gekämpft, beide Teams lebten jedoch in erster Linie von temporeichen Vorstößen.

Das Spiel war über weite Strecken fair, was auch an der Leitung des deutschen Schiedsrichters Wolfgang Stark lag. Hart ging es dennoch in den Zweikämpfen zur Sache.

Die favorisierten Russen drehten aber auch auf und setzten die polnische Hintermannschaft mehr und mehr unter Druck.

Und dann besorgte es ein Standard: Alan Dzagoev köpfte, nach einem Freistoß sträflich allein, unhaltbar ins lange Eck.

Der Jubel in dem Moment riesig: Für die Russen bedeutete das den Einzug ins Viertelfinale.

Die Freude der Fans nahm auch unerfreuliche Formen an: Vereinzelt flogen Feuerwerkskörper.
Im Bild der Held des Abends. Wie? Warum? Für wen? Die Bilder des Spiels Polen gegen Russland.
WarschauEin Traumtor von Dortmunds Meisterspieler Jakub Blaszczykowski hat Polens Hoffnungen bei der Heim-EM gewahrt und den vorzeitigen Viertelfinal-Einzug von Geheimfavorit Russland verhindert. Kapitän „Kuba“ rettete den Gastgebern mit seinem herrlichen Fernschuss-Treffer in der 57. Minute am Dienstagabend in Warschau das 1:1 (0:1) gegen die Sbornaja. „Jedes Tor für mein Land ist sehr wichtig für mich. Wir sind weiter drin“, sagte der stürmisch umjubelte Torschütze. „Ein Super-Tor“, lobte sein Dortmunder Teamkollege Robert Lewandowski.
Dabei schienen die Russen im Fußball-Prestigeduell vor 50 000 Zuschauern nach dem dritten Turniertreffer von Alan Dsagojew (37.) auf dem besten Weg, schon nach zwei Spieltagen den Sieg in Gruppe A perfekt zu machen. „„Wir haben phasenweise ausgezeichnet gespielt, aber einfach zu viele Chancen gebraucht“, sagte Trainer Dick Advocaat. Dennoch geht sein Team mit nun vier Punkten als Spitzenreiter ins letzte Gruppenspiel gegen den Tabellenletzten Griechenland (1) am Samstag.
Polen:52,6%
Russland: 47,4%
Polen: 42,2 %
Russland: 57,8 %
Polen: 285 (81,0%)
Russland: 484 (86,6%)
Polen: 15
Russland: 13
Polen: 4
Russland: 6
Polen: 10
Russland: 13
Polen: 2
Russland: 2
Polen: 2-0-0
Russland: 2-0-0
Die meisten Ballkontakte:
1. Igor Denisov (RUS/109)
2. Sergey Ignashevich (RUS/81)
3. Konstantin Zyryanov (RUS/75)
Weitere Spielerstatistiken im Detail finden Sie hier.
Die Polen haben jetzt zwei Zähler und können mit einem Sieg gegen die Tschechen (3) aus eigener Kraft weiterkommen. „Das ist für uns ein kleines Finale“, sagte Blaszczykowski.
Überschattet wurde die politisch brisante Partie von Krawallen in der Warschauer Innenstadt. Polnische Hooligans griffen russische Fans an, mindestens elf Menschen wurden verletzt. Die Polizei nahm 100 Gewalttäter fest. Im Stadion provozierten die russischen Anhänger die Gastgeber mit einem Plakat mit Kriegs-Symbolik.
Auf dem Platz aber blieb alles fair, Schiedsrichter Wolfgang Stark aus Ergolding hatte die Partie bei seinem ersten EM-Einsatz jederzeit im Griff. Die Polen erwischten den besseren Start. Trainer Franciszek Smuda hatte sein Team gut auf die russischen Angriffswirbler eingestellt, die zu Beginn die Leichtigkeit des 4:1 gegen Tschechien vermissen ließen.

Traumtor rettet Polen Punkt gegen Russland. Hoch interessant, wie ein polnisches Abseitstor zu einem Traumtor umgedeutet wird.
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