Fußball in den sozialen Netzwerken
Bärtige Borussen und Karate-Keeper

Nationalspieler als Zugpferde bringen ihren Sponsoren in sozialen Netzwerken viele Klicks. Voraussetzung ist stets ein cleveres Konzept, das zum Mitmachen anregt – egal ob bärtige Borussen oder Karate-Keeper.
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KölnManuel Neuer hält seinen Kasten sauber. Das gilt bei der Europameisterschaft und auch im Internet. Der deutsche Nationaltorhüter pariert beim virtuellen Elfmeterschießen des Sponsors Coca-Cola Schüsse der Computernutzer auf ganz überraschende Weise: mal in Karatemanier, mal als Cowboy und mal ganz lässig vom Sessel aus. Der Trick: Coca-Cola hat etliche Filme vorproduziert. Sie werden blitzschnell eingespielt - je nachdem, welchen Teil des Tores ein Schütze in welcher Sekunde anvisiert. So entsteht das Gefühl, der Nationalkeeper reagiere ganz individuell.

Das Persönliche – es ist eine Voraussetzung für den Erfolg einer Social-Media-Kampagne. „Testimonials funktionieren im Netz vor allem dann, wenn Usern die Möglichkeit zur Interaktion geboten wird“, sagt Roland Bischof, Geschäftsführer der Berliner Testimonial-Agentur „Presented by“. „Dabei müssen die User die Anwendung so einzigartig finden, dass sie sie mit anderen teilen wollen.“ Coca-Cola ist das offensichtlich gelungen. Manuel Neuer musste im Internet bereits mehr als fünf Millionen Mal zum Elfmeter antreten.

Infografik

Die größten Online-Communitys

Mitglieder sozialer Netzwerke in Deutschland
in Millionen

Generell sind während eines großen Turniers Social-Media-Kampagnen mit Stars als Werbebotschaftern schwierig zu realisieren. „User erwarten schnelle Reaktionszeiten. Fußballer können das bei einer Europameisterschaft aus Zeitgründen nicht gewährleisten“, sagt Bastian Scherbeck, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur „We are social“.

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