Oranje muss abreisen
Historische Pleite für die Elftal

Zum ersten Mal seit 32 Jahren ist die Niederlande bei einem großen Turnier in der Vorrunde gescheitert. Gegen Portugal kassierte die Elftal ihre dritte Pleite – weil bei einem Portugiesen der Knoten endlich platzte.
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CharkiwOranje am Boden, Portugal dank Cristiano Ronaldo obenauf: Vize-Weltmeister Niederlande muss bei der EM in Polen und der Ukraine nach einer historisch schlechten Vorrunde die Heimreise antreten. Die Elftal verlor in Charkow nach zwei Ronaldo-Treffern mit 1:2 (1:1) und scheiterte trotz totaler Offensive kläglich bei ihrem Versuch, als erste Mannschaft in der EM-Geschichte nach zwei Niederlagen zum Auftakt doch noch ins Viertelfinale einzuziehen. Null Punkte aus drei Spielen - das gab's für Oranje noch nie.

Die Portugiesen stehen dagegen im Viertelfinale, dank der ersten beiden Turniertreffer von Ronaldo (28. und 74.), der es all seinen Kritikern zeigte. Gegner des EM-Zweiten von 2004 in der ersten K.o.-Runde ist am Donnerstag in Warschau Tschechien.

Rafael van der Vaart brachte die Niederlande zwar schon in der elften Minute mit 1:0 in Führung, doch danach was es vorbei mit der Oranje-Herrlichkeit. Ein Sieg mit zwei Toren Unterschied hätte hergemusst, gleichzeitig waren die Niederländer auf Schützenhilfe des Erzrivalen Deutschland angewiesen. Nur eins von beiden traf ein, die DFB-Elf gewann gegen Dänemark 2:1.

"Wir haben dreimal verloren, ein schlechtes Turnier gespielt und es nicht verdient, weiterzukommen. Portugal war die bessere Mannschaft", sagte Torschütze van der Vaart: "Das ist eine Schande. Jeder von uns muss jetzt in den Spiegel blicken."

Bondscoach Bert van Marwijk, dessen Zukunft nun ungewisser denn je ist, hatte schon mit der Aufstellung die Zeichen auf Offensive pur gestellt. Er brachte erstmals Bundesliga-Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar von Beginn an. Ebenfalls neu in der voll auf Offensive ausgerichteten Startelf standen van der Vaart und Ron Vlaar, weichen mussten Kapitän Mark van Bommel, Jon Heitinga und Ibrahim Afellay. Portugals Trainer Paulo Bento vertraute der gleichen Elf wie beim 3:2-Sieg gegen Dänemark.

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