Torwart Petr Cech
Der tschechische Ruhepol

Auch wenn er bei der EM bisher noch nicht vollends überzeugen konnte - Torwart Petr Cech ist der große Rückhalt der Tschechen. Im Viertelfinale gegen Portugal könnte die Gelassenheit des Wahl-Londoners entscheidend sein.
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WarschauPetr Cech ist die Ruhe selbst. Nicht nur auf dem Platz, auch abseits des Feldes lässt sich der Tscheche durch Nichts und Niemand aus dem inneren Gleichgewicht bringen. In den EM-Tagen von Polen ist das nicht anders. Nach den öffentlichen Trainingseinheiten der tschechischen Fußballer schreibt sich der 30-Jährige für die Autogrammjäger stets die Finger wund und postiert geduldig für unzählige Fotos. Auch den wartenden Journalisten steht er Rede und Antwort, bis die letzte Frage geklärt ist.

Egal ob in Tschechisch, Englisch, Deutsch, Französisch oder Spanien - Sprachentalent Cech pariert die Neugier aus halb Europa gelassen, freundlich und mit stoischer Ruhe. Seine bescheidene Art ist einer der Gründe dafür, warum der Torwart in seiner Heimat wie ein Nationalheld verehrt wird.

Anders als viele Jungstars des Landes ist ihm der Erfolg nicht zu Kopf gestiegen. Eskapaden und Skandale? Die sucht man beim Familienvater vergeblich. „Big Pete“ besticht mit Souveränität und Leistung - und ist damit der unumstrittene Leader im Team „Cech-ien“.

Siebenmal wurde er in seiner Heimat zum Fußballer des Jahres gekürt, 2005 sogar zum besten Schlussmann der Welt. „Mr. Perfect“ ist seit Jahren das Maß aller Dinge, wenn es um die Männer zwischen den zwei Pfosten geht. Dabei kam er nur durch Zufall zu seinem Job. Als in der Knabenelf von Skoda Pilsen der Keeper verletzt ausfiel, wurde der Sohn eines Spitzen-Zehnkämpfers von seinem Trainer in den Kasten gestellt - der Beginn einer großen Karriere.

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Knackpunkt Schädelfraktur

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