„Waldis EM-Club“
CDU-Mann rüttelt an ARD-Ikone Waldemar Hartmann

Wenn ARD-Urgestein Waldemar Hartmann zu seiner EM-Runde einlädt, kommen sie alle. Doch auch Campino oder Harald Schmidt können das Format nicht retten, meint ein prominenter CDU-Mann - und sorgt damit für mächtig Wirbel.
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Wenn der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) in überschwänglichem Ton ein eigenes Format in den Himmel lobt, ist Vorsicht geboten. Denn über die Qualität der von dem Volksmusiksender ins ARD-Programm gehobenen Sendungen lässt sich trefflich streiten. Das gilt nicht mehr und nicht weniger für „Waldis EM-Club“.

ARD-Sportmoderator Waldemar Hartmann (64) lädt unter diesem Titel zur Fußball-Europameisterschaft zum Public Viewing und Fußball-Talk in den Bayerischen Bahnhof nach Leipzig. Sein „Club“ kommt an zehn Abenden in einer eigens aufgebauten Arena nach den EM-Spielen zusammen - mit Komiker Matze Knop und prominenten Gästen wie Campino, Eduard Geyer, Harald Schmidt oder Jürgen von der Lippe. 560 Zuschauer finden vor der LED-Leinwand Platz und sollen für ordentlich Stimmung in „Waldis Club“ sorgen.

Meist geht es recht zünftig-zotig zu, manches Mal auch unter der Gürtellinie. Wen wundert’s bei einem TV-Mann wie Hartmann, der auch gerne als Weißbier-Ikone des deutschen Sportfernsehens bezeichnet wird. Geschmacksache halt. Der MDR-Fernsehdirektor Wolf-Dieter Jacobi ist jedenfalls schwer begeistert und hofft, das Format so lange wie möglich am Leben erhalten zu können. „'Waldis Club' ist eine großartige Geschichte. Wir werden alles dafür tun, dass er weiter dabei bleibt, dass er ein gutes Umfeld hat, sich wohlfühlt“, sagt Jacobi. Hartmann nimmt den Ball gerne auf. Unlängst sagte er, er sei auf der Suche nach einer Zweitwohnung in Leipzig. „Ich bleib gerne hier.“

In der Politik kommen diese Planspiele nicht gut an. Einem, dem Waldis Art der EM-Nachberichterstattung gänzlich missfällt, ist Ruprecht Polenz, seines Zeichens Vorsitzender des Außenausschusses im Bundestag. Auf seiner Facebook-Pinnwand macht der CDU-Abgeordnete seinem Ärger Luft. „Ich habe noch niemand getroffen, dem 'Waldis EM-Club' gefällt. Die Kritiken in den Medien sind zu Recht vernichtend. Warum fällt der ARD nichts Besseres ein?“

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  • Ein weiterer Beleg für die Geldverschwendung im öffentlich-rechtlichen Plünderfunk. Kein kommerzieller Sender könnte sich eine derartige Verschwendung leisten - aber auf Kosten der Gebührenzahler wird auch der letzte Vollidiot gütlich alimentiert. Der öffentlich-rechtliche Auftrag ist ein Relikt aus alternativlosen Zeiten und gehört auf den Scheiterhaufen der Geschichte; aber die Anstalten werden benötigt, um ausgedienten Polit-Funktionären ihre Finanzen zu sichern - immerhin verschwinden viele auf Posten in diesem Bereich, da diese Transfers relativ wenig Aufmerksamkeit geniesen.

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