Die Spiele am Mittwoch
Das Sportliche rückt wieder in den Fokus

Auf Bewährung geht Russland in die zweite EM-Partie gegen die Slowakei. Kommt es wieder zu Randalen, sind die Russen raus aus dem Turnier. Gegen Albanien ist Frankreich Favorit – doch der Underdog scheint hochmotiviert.

DüsseldorfAus der Ferne kann man nur hoffen, dass es diesmal ruhig bleibt: Vor dem zweiten Spiel der russischen Nationalmannschaft gegen die Slowakei am Mittwoch (15 Uhr) blicken die Verantwortlichen einmal mehr auf die Fans. Die Uefa zeigte Russland offiziell die Gelbe Karte, nachdem sich die Fans vor und nach dem Auftaktspiel gegen England in Marseille wüste Schlägereien mit den gegnerischen Anhängern geliefert hatten. Bei den nächsten Randalen ist Russland raus aus dem Turnier – die Bewährung wird dann zum endgültigen Ausschluss.

Dass das Spiel gegen die Slowakei ausgerechnet in Lille stattfindet, ist hoffentlich nur ein unglücklicher Zufall. Schließlich wurde die Stadt vor dem ersten Spiel der deutschen Elf gegen die Ukraine am vergangenen Sonntag ebenfalls Schauplatz von Ausschreitungen und Krawallen.

Das sportliche Geschehen rückte zuletzt in den Hintergrund. Dabei zeigten die Russen im Auftaktspiel gegen die favorisierten Engländer eine kämpferisch starke Leistung, die mit dem späten Treffer zum 1:1-Ausgleich belohnt wurde. Die Slowakei ist nach der 1:2-Niederlage gegen Wales unter Zugzwang – unter Umständen könnte das Turnier bei einer weiteren Pleite bereits vorzeitig beendet sein.

Am Abend könnten auch in der Gruppe A die ersten Entscheidungen fallen. Nach dem knappen 1:0-Sieg über Albanien misst sich die Schweiz im Pariser Prinzenpark mit Rumänien. Die Eidgenossen hatten in der ersten Partie – allen voran in Person des Frankfurter Stürmers Haris Seferovic – zahlreiche Chancen kläglich vergeben. Trainer Vladimir Petkovic wird gegen Rumänien wohl trotzdem mit der gleichen Formation beginnen – also mit Seferovic in der Spitze.

Ungewohnt forsche Töne hört man dieser Tage aus dem albanischen Lager. Vor dem Spiel gegen Gastgeber Frankreich (21 Uhr) in Marseille weicht die Ernüchterung nun Optimismus und Wille. „Wir haben gezeigt, dass wir keine Angst vor großen Teams haben“, sagte Amir Abrashi von Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg: „Ich denke, wir können ein positives Ergebnis erzielen.“ Bei den Franzosen droht Medienberichten zufolge Superstar Antoine Griezmann die Ersatzbank. Demnach würde Trainer Didier Deschamps über einen Systemwechsel nachdenken, der den Stürmer kurzerhand aus der Startelf katapultieren würde.

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