EM 2016
Polizei geht bis in die Nacht gegen Fans in Lille vor

An die Ausschreitungen in Marseille von vergangener Woche reichte die Gewalt in Lille nicht heran. Ein Katz-und-Maus-Spiel leisteten sich Polizeibeamte und Fans dennoch. Auch kamen Tränengas und Schlagstöcke zum Einsatz.

LilleIn Lille sind die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Fans bis tief in die Nacht zum Donnerstag weitergegangen. Mit Tränengas und Schlagstöcken ging die Polizei gegen etwa 200 Fans vor, von denen ein Teil aus England kam. Diese waren vor dem zweiten EM-Gruppenspiel der Three Lions gegen Wales am Donnerstag (15 Uhr) im nur 40 Kilometer entfernten Lens in die Stadt gekommen.

Dabei wiederholte sich die harte Vorgehensweise gegen die singenden und meist friedlichen Fans, neben Reizgas wurden auch Hunde eingesetzt. Nach Einschätzung von Augenzeugen ging diese Taktik aber nicht auf, sondern glich vielmehr einem Katz-und-Maus-Spiel. Die Menge ließ sich bis nach Mitternacht nur vorübergehend auseinandertreiben.

Zuvor war es gleich mehrere Male zu Jagdszenen durch die Innenstadt von Lille gekommen, die am Mittwoch Schauplatz der Partie Russland gegen Slowakei (1:2) war.

Nach Polizeiangaben wurden nach einem überwiegend friedlichen Tag in der nordfranzösischen Stadt insgesamt 36 Personen festgenommen. 16 Menschen mussten in Krankenhäusern behandelt werden.

Trotz verstreuter Zwischenfälle reichte die Gewalt in Lille nicht an die Ausschreitungen in Marseille am vergangenen Wochenende heran. Dort waren gewalttätige England-Fans an drei Tage langen Kämpfen beteiligt.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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