Frankreich gegen Rumänien
Alles wartet auf den Anpfiff

Frankreich ist vor dem Auftaktspiel der Europameisterschaft gegen Rumänien haushoher Favorit. So haushoch, dass ein Stolpern für einen umso stärkeren Sturz sorgen würde. Der Trainer gibt sich demonstrativ gelassen.

Wenn am Freitagabend Schiedsrichter Viktor Kassai um 21 Uhr das Spiel Frankreich gegen Rumänien anpfeift, dann beginnt für „les Bleus“ nicht einfach nur eine EM im eigenen Land. Es ist der Start einer nationalen Mission. „Seit zwei Jahren denke ich an diesen 10. Juni“, erklärte Nationaltrainer Didier Deschamps. Politische Krise, wirtschaftliche Stagnation, Terrorangst – seine Elf soll die Menschen auf den Fanmeilen all das vergessen lassen. Und die Rumänen wissen das: „Der Druck auf Frankreich ist ein bisschen größer“, schmunzelte Viorel Moldovan, Co-Trainer der Osteuropäer.

Fünfmal nahmen die Rumänen bisher an einer EM teil. Noch nie konnten sie ihr erstes Spiel gewinnen. Der rumänische Kader hat einen geschätzten Gesamtwert von rund 54 Millionen Euro, der Frankreichs ist mit 487 Millionen Euro der drittteuerste im gesamten Turnier. Lediglich Spanien und die deutsche Nationalelf werden höher bewertet.

Allein Mittelfeldstar Paul Pogba und Torjäger Antoine Griezmann sind jeder für sich mehr wert als der gesamte Kader der Rumänen. Ausgerechnet Tore verhindern können die Rumänen allerdings gut: Nur zwei Gegentreffer kassierten sie in der gesamten Qualifikation – europäischer Bestwert. Ein Partycrasher, wie er im Buche steht.

Deschamps jedoch gibt sich demonstrativ unbeeindruckt: „Die Mannschaft und ich kennen keinen Druck“, verkündet der Mann, der die „Grande Nation“ nach 1984 und 1998 zum dritten Titel führen soll. Das Team soll bloß nicht zu viel nachdenken: „Wir müssen starten wie Rennpferde, die aus der Box kommen, und sofort zu 100 Prozent da sein.“

Vollgas also: Den Abwehrriegel knacken, bevor die Beine schwer und die Blicke auf die Uhr nervös werden. „Wir müssen die Nerven bewahren. Wir dürfen nicht von den Emotionen überwältigt werden“, erklärt Abwehrchef Laurent Koscielny. Die Mannschaft weiß, was das Land von ihr erwartet.

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