Hartes Uefa-Urteil
Noch einmal EM-Randale – und Russland ist raus

Die Uefa droht Russland mit dem Ausschluss bei der Europameisterschaft in Frankreich. Wegen der Fan-Krawalle im Stadion von Marseille wurde Russland von der Disziplinarkommission der Uefa härter bestraft als erwartet.

ParisDie Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (Uefa) hat dem russischen Verband RFS die dunkelgelbe Karte gezeigt. Grund sind die Fan-Ausschreitungen im Spiel gegen England am vergangenen Samstag. Ab sofort spielt Russland bis zum Ende der Europameisterschaft (bis 10. Juli) auf Bewährung.

Sollte es wieder zu Krawallen der russischen Fans im Stadion kommen, wird die russische Nationalmannschaft vom Turnier ausgeschlossen. Zudem wurde eine Geldstrafe von 150.000 Euro verhängt, wie die Uefa am Dienstag in Paris mitteilte.

Russland spielt am Mittwoch in Lille gegen die Slowakei. Das letzte russische Gruppenspiel gegen Wales findet am Montag in Toulouse statt. Gegen die Entscheidung kann der russische Verband Einspruch einlegen.

Am Samstag hatten unmittelbar nach dem Abpfiff des 1:1 im Stade Velodrome russische Hooligans einen englischen Block gestürmt und die gegnerischen Fans angegriffen. Mehrere Menschen, darunter auch Kinder, flüchteten in den Innenraum.

Zuvor hatte es in Marseille schwere Ausschreitungen gegeben, bei denen mindestens 35 Personen verletzt worden waren. Ein Engländer befindet sich weiterhin in kritischem Zustand. Hooligans aus Russland hatten bereits bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine randaliert. Der russische Verband war dafür mehrfach mit Geldstrafen belegt worden und gilt deshalb als Wiederholungstäter.

Beim ersten EM-Spiel gegen Tschechien 2012 hatten Hooligans auf Ordner eingeprügelt, Feuerwerkskörper wurden gezündet. Der tschechische Verteidiger Theodor Gebre Selassie wurde von Zuschauern rassistisch beleidigt. Die Uefa verhängte wegen der Attacke auf einen Ordner eine Geldstrafe von 120.000 Euro und drohte mit dem Abzug von sechs Punkten in der Qualifikation zur EM 2016. Wegen der rassistischen Gesänge musste der RFS nach einem separaten Verfahren 30.000 Euro bezahlen.




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