Kurz vor dem Anpfiff
So fit ist Frankreich für die Fußball-EM

Neben dem Eiffelturm steht schon die Bühne für das Eröffnungskonzert zur Euro 2016 – Star-DJ David Guetta eröffnet die EM am Donnerstag. Am Freitag trifft Frankreich auf Rumänien. Wie sicher das Land vor dem Start ist.
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ParisSind Frankreich und seine Sicherheits- und Rettungskräfte für den bevorstehenden Großeinsatz während der Fußball-Europameisterschaft gut vorbereitet? Die Mitarbeiter von Polizei, Katastrophenschutz und Feuerwehr mussten in den vergangenen Monaten viel leisten: Nach den Terroranschlägen vom November 2015 kam es in diesem Jahr von März an zu Streiks und Demonstrationen mit massivem Gewalteinsatz bis hin zu Mordanschlägen auf Polizeibeamte.

Gut trainierte Gruppen von Autonomen gingen gezielt gegen einzelne Uniformierte vor, bewarfen sie teilweise mit Brandsätzen. Am Montag versuchten zehn Autonome, die sich unter Demonstranten gemischt hatten, den Wirtschaftsminister zu verprügeln – Frankreich glich zuletzt einem Pulverfass.

In der Hauptstadt Paris wurden seit Donnerstag von Überschwemmung bedrohte Museen und staatliche Einrichtungen zum Teil evakuiert. Viele Straßen wurden für den Autoverkehr gesperrt. Auf der Seine war die Polizei mit Schlauchbooten dauerpräsent. Tausende Schaulustige, die an die Ufer drängten, mussten auch noch am Wochenende vor sich selbst geschützt werden. Doch manche Pariser scheinen unbelehrbar: Zwei Jugendliche sprangen an der Pont de l'Alma ins reißende Wasser, um die tatsächliche Tiefe der Seine in Ufernähe zu erkunden – wieder musste die Polizei anrücken.

Der Dauereinsatz zehrt an den Kräften. „Wir beginnen die Europameisterschaft nach einer langen Phase der Anspannung und Ermüdung“, sagte der Polizeipräfekt von Paris, Michel Cadot, am Montag. Die zusätzlichen rund 1200 Beamte, die der Innenminister bereitstelle, reichten aus, um für Sicherheit zu sorgen.

Cadot bemühte sich um ein realistisches Bild: Das Risiko eines Terroranschlages bleibe hoch, „weil die Euro 2016 ein idealer Resonanzboden wäre“, doch gebe es auch nach den jüngsten Verhaftungen gewaltbereiter Terroristen in Deutschland und Paris „keinen Hinweis auf eine gezielte Planung für ein Attentat während der Europameisterschaft.“

Was das unmittelbare Risiko von Gewaltakten verschiedener Hooligan-Gruppen angehe, laufe die Kooperation mit den Polizeikräften aus anderen Ländern sehr gut. In Frankreich hat man nicht vergessen, dass deutsche Hooligans bei der WM 1998 versucht haben, einen französischen Polizisten totzuschlagen.

Vor den Stadien der EM-Spiele wird es insgesamt drei Sicherheitsringe geben, wie Präfekt Cadot erläutert, mit unterschiedlich intensiven Kontrollen. Bei der direkten Einlasskontrolle werden alle Zuschauer abgetastet, um das Mitbringen von Waffen oder Feuerwerkskörpern zu verhindern.

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Frankreichs starke Polizei

Kommentare zu " Kurz vor dem Anpfiff: So fit ist Frankreich für die Fußball-EM"

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  • >> So fit ist Frankreich für die Fußball-EM >>

    So fit, dass jedem nur zu raten ist, sich die Spiele in aller Ruhe vor der Glotze anzugucken.

    Wer das Risiko mag, der fährt zu den Franzosen. Auf eigene Gefahr. Die Amis haben bereits eine Reisewarnung abgegeben und empfehlen ihren Landsleuten Frankreich während der EM zu meiden !

  • Natürlich ist alles sicher, immer eine Armlänge Abstand halten, dass wissen wir doch seit Silvester.

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