Teamcheck – Gruppe E
Ein Zlatan eben ist nicht genug

Belgien wird hoch gehandelt, bei Italien kann es immer weit gehen. Und da sind noch Ibrahimovics Schweden und die nimmermüden Iren. Auf den ersten Blick ist alles offen, doch eigentlich alles klar in Gruppe E. Der Check.

Belgien: Und schon wieder Geheimfavorit

Belgien vor Deutschland: Das ist keine Prognose für die Europameisterschaft, sondern der Stand in der Fifa-Weltrangliste. Die Mannschaft von Trainer Marc Wilmots steht auf Platz zwei vor Deutschland (4.) und hinter Spitzenreiter Argentinien. Argentinien? Da war doch was.

Am 5. Juli 2014 schieden die Belgier im Viertelfinale der WM gegen den späteren Vizeweltmeister aus – nach acht Minuten hatte Gonzalo Higuaín den Europäern früh den Todesstoß verpasst. Das 0:1 ist für die hochbegabte Truppe diesmal Ansporn und Warnung zugleich. Ansporn, weil Belgien auch bei diesem Turnier wieder als Geheimfavorit gilt. Warnung, weil das keine Garantie für ein erfolgreiches Turnier ist.

Und nun fehlt dem ehemaligen Schalker „Kampfschwein“ Wilmots auch noch der wichtigste Zweikämpfer: Vincent Kompany von Manchester City muss wegen einer Muskelverletzung passen. „Es ist ein Jammer für ihn und für das Team“, sagte der belgische Nationalcoach über das Aus für seinen Kapitän. „Aber lasst uns deswegen nicht weinen, wir schauen entschlossen nach vorne.“ Immerhin steht das Premier-League-Abwehrduo Toby Alderweireld und Jan Verthonghen von Tottenham Hotspur für Stabilität in der Abwehrkette.

Das Prunkstück ist aber die Offensive: Der Ex-Wolfsburger Kevin De Bruyne (Manchester City) ist der Dreh- und Angelpunkt im Team und wie beim 2:1-Sieg im WM-Achtelfinale gegen die USA auch für wichtige Tore gut. Ganz vorne hat Wilmots neben Torjäger Romelu Lukaku (FC Everton) Christian Benteke, Divock Origi (beide FC Liverpool) und den treffsicheren Michy Batshuyai (Olympique Marseille) zur Verfügung.

Fazit: Hochbegabt und eingespielt – die Belgier können eine gute Rolle spielen und Gruppensieger werden.

Prognose: In der Qualifikation war das Team vorne (24 Tore) und hinten (fünf Gegentore) sehr stark, allerdings war die Gruppe schwach. Gelingt es der Mannschaft, hinten stabil zu stehen und platzt vorne auch bei einem Turnier mal so richtig der Knoten, wird die Mannschaft das Achtelfinale als Erster der Gruppe E erreichen.

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