„Eine geile Trainerin“
Das Phantom Silvia Neid

Viel wird über sie und ihre Entscheidungen gesprochen, sie selbst hält sich dagegen lieber bedeckt. Bundestrainerin Silvia Neid bleibt trotz des neuen Medieninteresses am DFB-Team gelassen - und kommt damit gut an.
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WolfsburgWährend der Spiele steht Silvia Neid an der Seitenlinie wild gestikulierend oder still beobachtend im Rampenlicht, doch zwischen den WM-Partien ist die deutsche Cheftrainerin kaum zu sehen. Ihre Medien-Termine sind im Gegensatz zu denen der Spielerinnen auf ein Minimum beschränkt, weil sie nur die vom Fußball-Weltverband FIFA vorgeschriebenen Pressekonferenzen einen Tag vor und direkt nach den Spielen wahrnimmt.

„Wir haben mit der FIFA schon darüber gesprochen, aber sie beharrt auf der Regelung“, erklärt DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. „Daran können wir leider nichts ändern.“ So bekommt die Medienschar die Cheftrainerin auf den täglichen DFB-Pressekonferenzen zwischen den Spieltagen nicht zu Gesicht, doch vor und nach den Partien präsentiert sich Neid trotz des enormen Erfolgsdrucks locker und entspannt, ist schlagfertig, charmant und zuweilen sehr unterhaltsam. Auf Kritik von außen reagiert sie mit einer Mischung aus Witz und Ironie.

Als der frühere Frankfurter Bundesligatrainer Hans-Jürgen Tritschoks ihre Taktik bemängelte, lächelte Neid und konterte gelassen.  „Schön mal wieder von Herrn Tritschoks zu hören, er ist ja lange nicht mehr im Frauenfußball tätig gewesen.“ Während der WM werde es „80 Millionen Bundestrainer“ geben, sagte Neid, die sich auf ihrem Erfolgsweg nicht beirren lässt und konsequent ihre Linie durchzieht. „Jeder hat seine Meinung und das ist ja das Schöne am Fußball. Der eine meint, das ist besser, der andere meint, das ist besser und jeder glaubt, das Spiel zu verstehen.“

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Streng, aber keine Diktatorin

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