Fans begeistert
"Sommermädchen" verzaubern Deutschland

Die Fans jubeln, die Quoten stimmen und selbst die Kanzlerin feiert mit: Die Fußball-WM der Frauen hat einen Einstand nach Maß gefeiert. Einzig die männlichen Anhänger haben ein kleines Problem mit den Trikotgrößen.
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BerlinRekord-Kulisse, Rekord-Quote, rekordverdächtige Stimmung: Die deutschen Fußballerinnen haben den Auftakt der Weltmeisterschaft im eigenen Land zur gelungenen WM-Party gemacht. 73.680 Zuschauer erlebten im ausverkauften Berliner Olympiastadion den 2:1-Sieg Deutschlands über Kanada - Europarekord. 15,37 Millionen schauten hierzulande an den Fernsehern zu - TV-Rekord. Zehntausende jubelten bei Public Viewings in ganz Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel und DFB-Chef Theo Zwanziger zeigten sich begeistert. Schon macht das Wort von den „Sommermädchen 2011“ die Runde.

Bei schönem Frühsommerwetter rauschte am Sonntagabend bereits zehn Minuten nach Spielbeginn eine Begeisterungswelle durch das Berliner Stadion: Kerstin Garefrekes hatte - gegen 18.10 Uhr - gerade zum 1:0 getroffen.

Auf den Fanmeilen, bei Gartenpartys, in Kneipen und Cafés wurde da ebenso aus zehntausenden Kehlen „Tooor“ geschrien. In den Frankfurter „Fußballgärten“ am Mainufer - Deutschlands größter Fanmeile - fieberten 15.000 Fans mit der deutschen Mannschaft. Im WM-Spielort Mönchengladbach lockte die Fanmeile „Starke Frauen“ mehr als 10.000 Frauen - und Männer - an. Augsburg feierte als einziger bayerischer Spielort stilecht mit rund 650 Musikern und Trachtlern in die WM hinein; der Festplatz stieß mit 2000 Fans schon zum ersten Deutschland-Spiel an seine Kapazitätsgrenzen. In Wolfsburg kamen auch mehrere tausend Fans zum gemeinsamen Fußballschauen.

Sinsheim, der kleinste WM-Austragungsort, feierte ebenfalls mit: Mehr als 25.000 Fans bildeten in der dortigen Rhein-Neckar-Arena bereits am Nachmittag beim ersten WM-Spiel Frankreich - Nigeria (1:0) eine tolle Kulisse. Den Deutschland-Sieg feierten dann 3500 Fußballfans auf der Fanmeile: „Die Menschen standen eng, aber nicht zu dicht - es war genau richtig“, sagte die WM-Beauftragte Sandra Aisenpreis am Montag.

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  • Zu viel Aufsehens von medialer Seite. "Man(n)" möchte die Öffentlichkeit Glaubens machen, dass die Euphorie die selbige sei, wie bei einer Männer-WM. Meine Kids wollen weder Panini-Bilder, noch Trikots von den Mädels. Autokorsos wird es wohl auch kaum geben. Alles scheint verzwungen und aufgesetzt. Tradition und Heldenmythos anno Bern 54 gibt es aber nunmal nur bei den Herren der Schöpfung! Auch wenn das in Deutschland zwanghaft forcierte, schon abstruse Gendering es gerne anderst darstellen möchte!

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