Nach Kritik
Birgit Prinz dachte kurzzeitig an Rücktritt

Birgit Prinz hat sich erstmals zu ihrer Nichtberücksichtigung im dritten WM-Gruppenspiel gegen Frankreich geäußert. Der öffentliche Druck und die Kritik an ihrer Person seien an der Stürmerin nicht spurlos vorbeigezogen.
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WolfsburgSpielführerin Birgit Prinz hat nach der heftigen Kritik an ihrer Leistung bei den ersten beiden WM-Spielen der deutschen Fußballerinnen kurzzeitig an einen Rücktritt gedacht. „In der ersten Emotion habe ich gedacht: Was soll das? Warum tue ich mir das überhaupt an? Das war aber nur am Anfang da“, sagte die Rekord-Nationalspielerin, die sich am Donnerstag erstmals über ihre neue Rolle als Reservistin geäußert hat.

Die 33-Jährige kritisierte zudem die Rolle der Medien und gab erstmals zu, dass sie mit dem öffentlichen Druck um die Heim-WM und ihre Person nicht zurecht kommt. „Ich habe es nicht geschafft, mit dem Druck entsprechend umzugehen“, sagte die Spielführerin der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstagmittag auf einer Pressekonferenz in Wolfsburg. „Es hatte ein bisschen was von einer Hetzjagd“, kommentierte die 33-Jährige die mediale Kritik an ihrer sportlichen Leistung. Nach zwei durchwachsenen Auftritten gegen Kanada und Nigeria war Prinz im letzten Gruppenspiel am Dienstag gegen Frankreich nicht zum Einsatz gekommen - zum ersten Mal seit März 2009.

Nachdem Prinz aufgrund ihres angegriffenen Nervenkostüms vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Frankreich (4:2) selbst um ihre Versetzung auf die Reservebank gebeten hatte, will sie nun wieder spielen. „Ich habe das Gefühl, dass ich meine PS wieder auf die Straße bringe. Ich bin definitiv in der Lage, zu spielen“, sagte die dreimalige Weltfußballerin, die im Viertelfinale gegen Japan am Samstag in Wolfsburg (20.45 Uhr/ZDF) allerdings nicht an einen Einsatz von Beginn an glaubt: „Ich denke nicht, dass ich von Anfang an spielen werde. Es gibt keinen Grund, in der Offensive etwas zu ändern.“

Prinz peilt zwar weitere Einsätze bei der WM an, will sich im Fall einer Nicht-Berücksichtigung aber in ihre Rolle fügen. „Ich wünsche mir natürlich, nochmal zu spielen. Wenn nicht, werde ich mich damit aber arrangieren. Dann werde ich andere Eigenschaften einbringen, um der Mannschaft zu helfen“, sagte die 33-Jährige.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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