Medienbericht
Puma findet keine Goldgrube im Frauenfußball

Der Sportartikelhersteller Puma sponsert zwar mehrere deutsche Frauenfußball-Nationalspielerinnen. Aber eine Wirkung aufs Geschäfts erwartet der Chef des Unternehmens nicht - jedenfalls nicht direkt.
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FrankfurtDer Sportartikelhersteller Puma verspricht sich von der Frauenfußball-Weltmeisterschaft kaum Impulse für sein Geschäft. „So stark angesagt ist Frauen-Fußball noch nicht, dass wir deshalb gleich sehr viel mehr Trikots verkaufen würden“, sagte Puma-Chef Jochen Zeitz der „Berliner Zeitung“. „Die Dimensionen sind doch noch ganz andere als bei den Männern.“

Zeitz zeigte sich aber überzeugt, dass Frauen-Fußball in den nächsten Jahren immer beliebter werde. Deshalb betrachte Puma sein Engagement im Frauenfußball als Investition in die Zukunft. Die Herzogenauracher Firma mit der Raubkatze als Logo sponsert unter anderem den brasilianischen Superstar Marta und mehrere deutsche Nationalspielerinnen.

Zeitz räumte ein, dass Puma stark unter der Finanzkrise gelitten hat. „Die Krise hat in der Tat zu dramatischen Einbrüchen im Konsum geführt und das haben wir natürlich in unserer Entwicklung zu spüren bekommen“, sagte der Puma-Chef.

Die Tatsache, dass Konkurrent Adidas den Abstand zu Puma zuletzt wieder vergrößert hat, begründete er mit den zahlreichen Zukäufen des Konkurrenten. „Deswegen sind wir aber nicht schwächer geworden“, merkte Zeitz an.

Sein Unternehmen wachse nicht mehr so stark wie noch vor Jahren, weil Puma damals „von null auf hundert im Lifestyle-Bereich gestartet“ sei. „Wir bekamen so eine gewaltige Aufmerksamkeit. Das hat sich inzwischen gelegt.“ Dafür sei Puma heute aber eine etablierte Marke.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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