Pumas WM-Engagement
Auffallen um jeden Preis

Auf den Trikots der WM-Spielerinnen wird vor allem das Logo von Nike und Adidas zu sehen sein. Doch auch Puma mischt fleißig mit. Um sich gegen die großen Konkurrenten durchzusetzen, setzt man auf Guerilla-Taktik.

MünchenDer Fall kam sogar vor Gericht. Als Puma die Fußballer von Kamerun anno 2004 beim Afrika-Cup in hautengen Einteilern auf den Platz schickte, verbot der Weltfußballverband Fifa kurzerhand das ungewöhnliche Kleidungsstück.

Nicht immer enden die PR-Aktionen des fränkischen Sportkonzerns so dramatisch. Doch als kleinster der drei großen Ausrüster muss die Marke mit dem Raubtierlogo stets ein wenig kesser auftreten als Nike und Adidas. Schließlich können diese beiden Konzerne deutlich mehr Geld für Werbung und Sponsoring ausgeben als Puma.

"Als Marke wollen wir innovativ, herausfordernd und vor allem begehrlich sein", sagt Matthias Bäumer, Deutschland-Chef von Puma. Was er damit meint: Puma greift gerne zur Guerilla-Taktik, setzt also auf eher ungewöhnliche Maßnahmen, um aufzufallen.

Das gilt auch für die Fußball-WM der Frauen, die Ende kommender Woche beginnt. Kein einziges der führenden Teams wie die USA oder Gastgeber Deutschland läuft in Trikots von Puma auf. Nike und Adidas haben die Topmannschaften unter sich aufgeteilt und dafür Millionen auf den Tisch gelegt. Lediglich die Underdogs aus Äquatorialguinea tragen den Puma auf der Brust. Die Fußballerinnen aus Schwarzafrika haben freilich keinerlei Chance auf den WM-Titel.

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