
Das WM-Dirndl ist nur eine Blüte, die die Vermarktung der Frauenweltmeisterschaft treibt.

Für den Stadionalltag ist die bayerische Folkloretracht eher ungeeignet. Und Fans finden ohnehin andere Wege, sich in Schwarz-Rot-Gold zu hüllen.

Der Blick auf die Fanmeilen zeigt: Vieles ähnelt der Begeisterung bei der WM 2006.

Die Fans diesmal: Noch jünger, noch weiblicher - und mindestens genau so kreativ.

Klassisch: Schminke in Landesfarben. Weibliche Fans haben den Vorteil sich ohne große Rückfragen auch die Fingernägel entsprechend lackieren zu können.

Nicht nur Fanartikelhersteller haben die WM für sich entdeckt, auch andere Unternehmen werben gerne mit Schwarz-Rot-Gold.

Es gibt unzählige Variationen von "Give-Aways" und Merchandising-Artikeln.

Dass das nicht nur für Deutschland gilt, zeigt dieses Bild.

Damit nicht genug: Unternehmen, allen voran die Sponsoren, werben mit Sonderaktionen, die Bahn zum Beispiel mit speziellen Tarifen und Bahnkarten.

Feminin, aber nicht ohne impliziertes Rollenbild hält es Dessous-Hersteller Palmer: Hier bekommen Kundinnen mit WM-Eintrittskarte satte 20 Prozent Rabatt.
Das WM-Dirndl ist nur eine Blüte, die die Vermarktung der Frauenweltmeisterschaft treibt.
Haargummis, Armreifen und Ohranhänger in Schwarz-Rot-Gold. In Sportgeschäften, Kaufhäusern und im Internet gibt es allerlei Schnickschnack zur Fußball-WM der Frauen. Auf den Fanmeilen und in den Biergärten sind vielerorts „schlaaand“-geschminkte Fans zu sehen. Manche Frauen erscheinen im trendigen Fußballdirndl in den Deutschlandfarben oder im extra figurbetonten Spielertrikot. Fanartikel sind auch für die „mitjubelnden Männer“ im Angebot - von bunten Hula-Ketten über Tröten bis hin zu Fan-Klatschen.
Auch wenn die Stars der Nationalelf diesmal Lira Bajramaj und Birgit Prinz und nicht Bastian Schweinsteiger oder Lukas Podolski heißen, nach den ersten beiden siegreichen Spielen der Deutschen steigt allmählich die Feierlaune. Vor allem Fußball-Outfits, Getränke und Snacks seien nun gefragt, sagt Branchensprecher Kai Falk vom Einzelhandelsverband HDE. Der Handel heize zudem mit Dekorationen und Werbeaktionen die Stimmung an - auch wenn Schwarz-Rot-Gold diesmal nicht ganz so flächendeckend über das Land gestreut wird wie zur Männer-WM 2006.
„Seit dem (Auftakt)-Wochenende können wir einen Anstieg beim Verkauf der offiziellen Damen-Trikots sowie bei Fanartikeln verzeichnen“, heißt es beim Sporthandelsverbund Intersport. Das DFB-Trikot sei sehr gefragt. Der weitere Absatz hänge natürlich vom Abschneiden des deutschen Teams ab. „Wenn wir zum Beispiel als Gruppensieger in die nächste Runde gehen, ist das schon die halbe Miete.“
Der Sportartikelhersteller Adidas ließ als offizieller Partner und WM-Ausrüster erstmals ein spezielles Spielertrikot für Frauen designen. „Das ist tailliert, und der Stoff ist mit besonders hohem Elastan-Anteil sehr angenehm auf der Haut“, betont eine Sprecherin.

HB-Zitat: "Der Blick auf die Fanmeilen zeigt: Vieles ähnelt der Begeisterung bei der WM 2006." ....... echt geil ... da verlieren sich gerade mal sechs Hansel vor einer Großleinwand und das HB zieht Vergleiche zur Männer-WM!? .... mich verbiegt es!!!
1 Kommentar
Alle Kommentare lesen