Australien im Pech
Brasilien müht sich zu WM-Startsieg über starke „Matildas“

Mitfavorit Brasilien hat zum WM-Auftakt den erhofften Starterfolg gegen Australien eingefahren. Doch die blutjungen "Matildas" verlangten der Mannschaft um Superstar Marta alles ab, der Erfolg stand lange auf der Kippe.
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MönchengladbachDas hatten sich die Brasilianerinnen einfacher vorgestellt: Gegen die Nummer elf der Weltrangliste, Australien, hatte der Vize-Weltmeister mehr Mühe, als erwartet. Die „Matildas“ zeigten in einem von beiden Seiten anspruchsvollem Spiel über weite Strecken eine richtig starke Leistung und schnupperten lange an einer Überraschung. Erst in der zweiten Hälfte konnte sich der Favorit aus Südamerika entscheidend durchsetzen – wenn auch am Ende denkbar knapp mit 1:0 (0:0). Brasilien spielte dabei ansehnlich, aber noch nicht wie ein Turnierfavorit. Kann das junge australische Team die Leistung konservieren, ist nach der einkalkulierten Niederlage zum Auftakt durchaus noch mehr drin.

Australien schickte gegen die „Seleção Feminina“ eine Elf auf den Platz, die im Schnitt nur 22,7 Jahre alt war – satte fünf Jahre jünger als die der Brasilianerinnen um Superstar Marta. So war es etwa für deren direkte Gegenspielerin, die 16-jährige Caitlin Foord, es erst das dritte Länderspiel überhaupt. Brasilien begann mit einer offensiven 3-4-3-Ausrichtung, Australien versteckte sich nicht und begann mit einem klassischen 4-4-2.

Gerade in der ersten Hälfte machten die Australierinnen richtig Dampf. Sah es in den ersten fünf Minuten so aus, als würde die die „Seleção Feminina“ ihr gewohntes Spiel aufziehen können, kamen die Damen aus „Down Under“ schnell besser in die Partie. Ihr aggressives Pressing stellte die Dreierkette der Brasilianerinnen vor Probleme, die sich zunächst oft nur mit Foulspielen zu helfen wusste – was die Australierinnen zu gefährlichen Freistößen nutzten (8., 18.). Auf der Gegenseite brannte es, sobald die Ballzauberinnen vom Zuckerhut etwas Raum hatten. Zwingende Chancen blieben jedoch Mangelware. Weltfußballerin Marta hatte kaum Bindung ans Spiel, musste sich die Bälle zum Teil tief aus der eigenen Hälfte holen oder sogar am eigenen Strafraum Defensivarbeit leisten. An brenzligen Aktionen war sie dennoch so gut wie immer beteiligt.

Dem laufintensiven, aber auch überlegteren Spiel der Australierinnen hatte die „Seleção“ lange wenig entegegn zu setzen. Mitte der ersten Hälfte lag der Ballbesitz für die Damen in Gelb-grün bei fast 59 Prozent. Vielleicht mussten sich die, trotz Heimspiel, in Auswärtsfarben aufgelaufenen Südamerikanerinnen erst an die Trikots gewöhnen, auf jeden Fall fingen sie sich nach dem Sturmlauf der „Gäste“ wieder. Zwei durch Marta eingeleitete Großchancen vergab Cristiane (27., 37.).

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