Duell mit Schweden
US-Trainerin Sundhage gegen die Heimat

Es ist „emotional schon etwas Besonderes“ für Pia Sundhage, wenn sie als US-Trainerin auf ihr Heimatland Schweden trifft. Für Sentimentalitäten ist aber kein Platz - dafür geht es für beide Teams um zu viel.
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WolfsburgWenn Trainerin Pia Sundhage am Mittwoch den Olympiasieger USA in das Match gegen ihr Heimatland Schweden führt, dann „ist das emotional schon etwas Besonderes“. Beide Teams haben ihre Plätze im Viertelfinale der Frauenfußball-WM sicher, in Wolfsburg (20.45 Uhr) geht es aber noch darum, wer die Gruppe C als Sieger beendet und in der Runde der letzten Acht Brasilien aus dem Weg geht.    

Pia Sundhage, die zwischen 1975 (erstes Länderspiel als 15-Jährige gegen England) und 1996 insgesamt 146mal für Schweden spielte (71 Tore), ist nicht der Typ für Sentimentalitäten. „Im Spiel ist es unwichtig, gegen wen es geht. Ich will immer das nächste Spiel gewinnen, und deshalb haben wir alle einfach nur unsere Aufgaben zu erfüllen, auch wenn wir gegen Schweden antreten.

Nach diversen Trainerstationen in Vereinen in Schweden und den USA sowie einem Abstecher nach China übernahm die mittlerweile 51-Jährige Anfang 2008 die US-Auswahl und führte das Team in Peking zur olympischen Goldmedaille. Sie gilt von Anfang an als Wunschkandidatin der Mannschaft um Starstürmerin Abby Wambach, weil sie sich mit der US-amerikanischen Mentalität perfekt auskennt, aber auch ihre ruhige, schwedische Art einbringt. „Pia gibt allen das Gefühl, gebraucht zu werden. Und wir brauchen alle 21 Spielerinnen, um unseren Traum vom WM-Gold zu erfüllen“, sagt Wambach.    

Auffällig im bisherigen Turnierverlauf war, dass ausgerechnet Spielerinnen wie Lauren Cheney oder Megan Rapinoe, die eigentlich nur als Bankdrücker galten, zu den Besten avancierten, als Sundhage sie einsetzte. „Ich will, dass unsere ganze Mannschaft dieses WM-Gefühl aufsaugt, die Atmosphäre genießt. Dann sind wir auf dem Weg, sehr erfolgreich zu sein“, meint Sundhage.

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