Leistungen bei der Frauen-WM
Von wegen ausgeglichenes Teilnehmerfeld

Frauenfußball ist, wenn zwei Mannschaften spielen und am Ende immer der Favorit gewinnt. Die Teams nähern sich zwar von der Leistung immer weiter an und die einzelnen Partien sind spannender, als je zuvor. Allerdings waren noch nie so früh so viele Viertelfinalteilnehmer fix.
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FrankfurtDie Spreu hat sich früher als erwartet vom Weizen getrennt: Noch nie standen bei einer Frauen-Weltmeisterschaft bereits nach zwei Vorrundenspieltagen sechs Teilnehmer am Viertelfinale fest.

Trotz der meist knappen Resultate bei „20elf“ haben die alten Machtverhältnisse im Frauenfußball damit weiter Bestand.

Mit den USA, Schweden und Brasilien qualifizierten sich am Wochenende nach Deutschland, Frankreich und Japan drei weitere Großmächte schon vorzeitig für die K.o.-Runde. Weiteres Novum in der 20-jährigen WM-Historie: Bereits nach einer Turnier-Woche ist für sechs Teams das Aus nach der Vorrunde besiegelt.

Zu den vorzeitig Gescheiterten gehören auch die Nordkoreanerinnen, die vor der WM zum erweiterten Favoritenkreis gezählt worden waren.

Kim Kwan Min stellte sich nach der 0:1-Niederlage gegen Schweden in Augsburg dennoch schützend vor sein Team. „Unsere Spielerinnen haben viel gelernt. In vier Jahren werden wir uns viel stärker als bei dieser WM präsentieren“, erklärte der Coach. Erfahrungen für die Zukunft sammelten auch Kolumbien und Äquatorialguinea, die ebenso wie die Spielerinnen aus Kanada, Neuseeland und Nigeria spätestens am Donnerstag die Koffer packen müssen.

Bei den Endrunden vor vier Jahren in China und vor acht Jahren in den USA stand zum gleichen Zeitpunkt nur für die Kickerinnen aus Ghana jeweils der vorzeitige WM-K.o. fest. Diesmal erwischte es Afrikameister Nigeria. „Ein so frühes Ausscheiden tut weh, gar keine Frage. Aber wir sind hier schließlich bei einer Weltmeisterschaft“, meinte Angreiferin Uchechi Sunday. „Ich bin darüber traurig, dass wir die Chance zum Einzug ins Viertelfinale verpasst haben“, ergänzte ihre Kollegin Desire Oparanozie.

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USA in der Favoritenrolle

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