Mexikos Superstar „Marigol“ und die Männer

Maribel Domínguez hat für Furore gesorgt, als die Fifa ihr verbot, in einem Herrenteam zu spielen. Sogar „Marigols“ Länderspielkarriere litt darunter. Bei der WM ist Mexikos Superstar wieder dabei - und in Top-Form.
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Maribel Dominguez, genannt "Marigol" im Spiel gegen England. Quelle: dpa

Maribel Dominguez, genannt "Marigol" im Spiel gegen England.

(Foto: dpa)

Die alte Geschichte ist ihr inzwischen ein bisschen unangenehm, fast schon lästig. „Über die hitzigen Diskussionen über Frauen in Männerteams lächele ich heute nur noch milde“, sagte Maribel Domínguez schließlich. Und fügt an: „Das war einfach verrückt damals.“

Recht hat sie, es war eine verrückte Geschichte, damals vor sieben Jahren. Mexikos beste Fußballspielerin wollte bei den Männern spielen, notgedrungen, beim Zweitligisten Atletico Celaya. Die zierliche Mexikanerin trainierte einige Male mit den Männern, der Vertrag lag bereit, es gab einen ordentlichen Medienrummel. Doch dann schritt Fifa-Chef Sepp Blatter ein.

„Es gab keine angemessene Liga für mich in Mexiko“, erklärt die inzwischen 32 Jahre alte Spielerin, die den schönen Spitznamen „Marigol“ trägt. Gol heißt Tor auf spanisch, und sie hat schon als kleine Maribel viele Goles geschossen.

„Auch in den USA war nichts zu machen“, die dortige Women's United Soccer Association (WUSA) war pleite. Die aus einem Armenviertel von Mexiko City stammende Spielerin musste aber mit dem Fußball Geld verdienen, um die große Familie mit neun Kindern und einem verschwundenen Vater zu unterstützen. Ein Haus hatte sie ihrer Mutter versprochen, die anfangs die Fußball-Laufbahn der Tochter verhindern wollte und ihr das Spielen mit den Jungs verboten hatte.

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