Ticket-Sorgenkind Bochum
WM-Chefin Steffi Jones hat ihre erste Mission erfüllt

Steffi Jones hat viele Klinken geputzt. Doch zehn Tage vor dem Start der WM ist die Präsidentin des Organisationskomitees der Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland von ihrem propagierten Ziel „ausverkaufte Stadien“ weit entfernt. Zufrieden ist die Ex-Nationalspielerin trotzdem, denn ihre wichtigste Aufgabe hat sie so gut wie erfüllt.
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FrankfurtMehr als 1200 Termine hat sie in den vergangenen sechs Monaten auf ihrer „Welcome Tour“ hinter sich gebracht, in rund 180 Flugstunden über 120.000 Flugkilometer zurückgelegt, um die 15 teilnehmenden Gast-Nationen persönlich nach Deutschland einzuladen und bei ihren Terminen etwa 2500 Menschen getroffen – nun darf WM-OK-Präsidentin Steffi Jones die Früchte ihrer Arbeit ernten.

Und die schmecken ihr nach eigener Aussage durchaus süß: 670.000 der rund 900.000 im freien Verkauf verfügbaren WM-Tickets sind verkauft, das entspricht 75 Prozent des Kontingents, gab die frühere Nationalspielerin am Donnerstag in Frankfurt bekannt. „Diese überaus große Resonanz stimmt uns sehr positiv und zeigt eindrucksvoll, dass die Frauen-WM in Deutschland angekommen ist.“

Dass ihre Bilanz so positiv ausfällt, obwohl sie in den vergangenen Monaten und Jahren seit ihrem Amtsantritt stets die 100-Prozent-Marke als Ziel propagiert hat und davon ein gutes Stück entfernt ist, hat einen einfachen Grund. Denn damit hat die Chefin des sportlichen Großereignisses eine ganz wichtige Aufgabe so gut wie erfüllt: Die mit einem Gesamtbudget von 51 Millionen Euro ausgestattete Frauen-WM 2011 wird für den DFB vermutlich kein Zuschussgeschäft. 24 Millionen Euro Einnahmen garantieren die sechs nationalen Hauptsponsoren Deutsche Telekom, Deutsche Post, Rewe, Commerzbank, Allianz und  Deutsche Bahn. Und die restlichen 27 Millionen müssen durch den Ticketverkauf hereinkommen, wofür 80 Prozent der Karten Abnehmer finden müssen. "Und wir sind auf gutem Weg, diese 80 Prozent zu erreichen, die wir für die Refinanzierung des Turniers brauchen“, sagt Jones. Täglich kommen derzeit weitere Tickets hinzu. „Tendenz steigend“, sagt OK-Sprecher Jens Grittner.

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