USA - Brasilien
Solo für Hope - Pfiffe für Marta

Das dramatische Viertelfinale zwischen den USA und Brasilien war auch ein Duell zwischen Hope Solo und Marta. Die US-Torfrau siegte dabei fast mystisch - die Weltfußballerin scheiterte an ihrem großen Traum.
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DresdenDie Symbolik und das Versprechen, das sie indirekt gab, waren ihr in diesem Moment wohl nicht bewusst. Sekunden nachdem Schiedsrichterin Jacqui Melksham 124 dramatische Minuten zwischen Brasilien und den USA beendete, setzte sich Hope Solo Richtung Eckfahne ab und lehnte sich angesichts des kommenden Elfmeterschießens an eine der um den Platz laufenden Werbebanden.

Und genau in diesem Moment passierte es: Statt einen der großen Sponsoren anzuzeigen erschien Werbung für ein Fifa-Programm, das weltweit soziale Projekte initiiert und unterstützt: „Football for Hope“ – Fußball als Hoffnung. Oder eben der Fußball von Hope, Vorname Solo.

Was folgte trägt uneingeschränkt zur Legendenbildung bei: Die Torfrau entschärfte den dritten brasilianischen Strafstoß von Daiane, ihre Mitspielerinnen Shannon Boxx, Carli Lloyd, Abby Wambach, Megan Rapinoe und Ali Krieger verwandelten – die USA steht im Halbfinale der Frauen-WM.

„Wir haben es geschafft, unsere Emotionen zu managen“, formulierte die 29-Jährige ihr persönliches Geheimrezept und nannte dafür ihr Gefühls-Wechselbad beim brasilianischen Elfmeter als Beispiel. Strafstoß gegen sich, gehalten, gejubelt, eine Gelbe Karte wegen des Ärgers darüber, dass er wiederholt wurde, dann doch den Ausgleich kassiert – und trotzdem blieb die Torfrau cool: „Wir können emotional sein und unseren Gegner trotzdem überlisten.“

Für Solo war es aber nicht nur ein Sieg gegen Brasilien, sondern gleichzeitig auch ein Sieg gegen die Vergangenheit. Kurz vor der WM 2007 in China starb ihr Vater, die Stammtorhüterin entschied sich trotzdem dafür das Turnier zu spielen und sorgte mit ihren guten Leistungen für den Einzug ins Halbfinale – gegen Brasilien.

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  • Hope Solo muss man einfach mögen.

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