0:4 gegen Gladbach
Köln nach dem Derby-Debakel am Tiefpunkt

Schlimmer kann es für den 1. FC Köln eigentlich nicht mehr kommen: Das Derby gegen Borussia Mönchengladbach 0:4 verloren, ein Berg von Schulden und kaum Hoffnung, wie man die Abstiegsränge wieder verlassen kann.
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KÖLN. Es war kein Tag für Schönwetter-Fußballer, aber auch keiner für Schönwetterfans. Die leidgeprüften Anhänger des 1. FC Köln mussten sich nach dem 0:4 im Heimspiel gegen den bis dahin Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach arg zusammenreißen.

Schon vor dem Anpfiff war die Brisanz dieser Partie mit Händen zu greifen: Eine tolle Choreographie (der Kölner Fans), eine dicke Rauchbombe (der Gladbacher Fans), Flitzer, brennende Schals und wütende Schmährufe gegen die Spieler des anderen Teams – alles, was ein Derby braucht. Und dann war da noch das Wetter: Zwei Tage lang hatte es in Strömen geregnet. Das Platz war am Rande der Bespielbarkeit.

So erlebten die 50 000 Zuschauer keinen schönen Fußball, aber den hätte es vermutlich auch so nicht gegeben. Das Wasser stand fast knöcheltief auf dem Grün, flüssige Kombinationen oder sicheres Passspiel waren unmöglich, so dass dem Zufall Tor und Tür geöffnet waren. Kampf war angesagt. Um es vorweg zu nehmen: Schiedsrichter Gagelmann machte einen tollen Job in diesem enorm schwierigen Spiel, wo unabsichtliches Zusammenrasseln von echten Fouls kaum zu unterscheiden waren. Seine mitunter kleinliche Vorgehensweise sorgte dafür, dass die Partie trotz der Bedeutung, Brisanz und giftigen Atmosphäre stets sauber verlief.

Köln brauchte rund 15 Minuten, um mit den schwierigen Verhältnissen zurecht zu kommen. In der 18. Minute hatte Jajalo eine 100-prozentige Chance, doch ihm fehlte im Abschluss die Präzision. Danach entwickelte die Heimmannschaft phasenweise Druck, ohne zu echten Chancen zu kommen.

Die spielerisch reifer wirkenden Gäste profitierten vor allem vom heute enorm unsicheren FC-Keeper Varvodic: Der hatte bei Ecken seine Müh und Not. Dreimal war es reines Glück, dass die Gladbacher seine Unsicherheiten beim Herauskommen nicht bestraften (11., 29. und 37.). Fußballerisch gelang den Borussen nur eine gute Szene. Bobadilla stürmte über die rechte Seite, legte aber nicht auf den gut postierten Reus quer, sondern aus de Camargo. Der bekam allerdings nicht genug Druck hinter den Ball (39.).

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Kommentare zu " 0:4 gegen Gladbach: Köln nach dem Derby-Debakel am Tiefpunkt"

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  • Meier hat beim bVb auch einiges in den Sand gesetzt und wird Köln nicht retten. Overath ein ehemaliger guter Fußballer aber noch lang nicht ein guter Präsident. Podolski ein guter Fußballer aber weit von seiner Höchstform entfernt! Was muss man ändern?? Hier hilft nur ein Neuanfang in der 2 Liga!

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