1:0 Sieg über Leverkusen
Bayern bleibt unantastbar

Lange war das Spiel Schwerstarbeit für den FC Bayern. Gegen taktisch klug eingestellte Leverkusener half Pep Guardiola in der zweiten Hälfte schließlich ein überraschender Wechsel, der für mehr Zweikampfpower sorgte.
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MünchenNach taktischen Umstellungen von Trainer Pep Guardiola zur Pause hat der FC Bayern das Bundesliga-Spitzenspiel gewonnen und einen weiteren Schritt zur Herbstmeisterschaft gemacht. Beim 1:0 (0:0) gegen Bayer Leverkusen mussten die Münchner am Samstagabend allerdings Schwerstarbeit verrichten und waren 90 Minuten lang gefordert.

Franck Ribéry war mit seinem Linksschuss in der 51. Minute der Matchwinner in einem intensiv geführten Duell vor 71 000 Zuschauern in der Allianz Arena. Damit bauten die Bayern ihre eindrucksvollen Erfolgsserien aus: Seit 18 Bundesliga-Spielen sind sie unbesiegt, die vergangenen zehn Heimspiele wurden gewonnen.

„Es war vielleicht ein bisschen weniger Spektakel als vor dem Spiel erwartet, aber beide Mannschaften haben unglaublich gut aufgepasst, weil beide wussten, dass viel Qualität vorne ist“, sagte Robben, dem beim Sky-Interview noch ein bisschen Blut aus der bei einem Zweikampf lädierten Nase lief.

„Es war ein schweres Spiel gegen eine gute Mannschaft. Das Tor war sehr wichtig für uns“, sagte Ribéry nach seinem 100. Pflichtspieltreffer. Bayer-Sportdirektor Rudi Völler befand: „Wenn Du in München etwas mitnehmen willst, dann muss alles optimal laufen. Das haben wir in der ersten Halbzeit teilweise geschafft, in der zweiten Halbzeit nicht mehr.“

Das von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge als „Advents-Schmankerl“ angepriesene Top-Spiel entpuppte sich als Bundesliga-Leckerbissen. Mit mutigem Pressing ließ Roger Schmidt, der zu Jahresbeginn mit einem 3:0 mit Red Bull Salzburg die Guardiola-Bayern schon in einem Test besiegt hatte, seine Elf wie angekündigt agieren.

Die Gäste schnupperten auch gleich an einer Führung. Doch nach einem missglückten Abwehrschlag von Weltmeister Jérome Boateng konnte Karim Bellarabi die größte Chance vor der Pause nicht nutzen (3.). Der Lupfer des Nationalspielers über Manuel Neuer hinweg war nicht stark genug geschossen; Bayern-Verteidiger Juan Bernat konnte retten.

Im rasanten Duell sahen sich die Münchner gegen die effektive Defensivarbeit der Bayer-Formation vor selbst für ihre Extra-Klasse lange nicht lösbare Probleme gestellt. Oft waren die Gastgeber gegen aggressiv anlaufende Leverkusener zu langen Bällen gezwungen, die in der Regel sichere Beute der konzentrierten Abwehrreihe waren.

Nur als es beim Rekordmeister schnell ging, wurde es gefährlich. Flink setzte sich Bernat auf dem linken Flügel durch, nach seiner Hereingabe rettete Wendell vor dem einschussbereiten Thomas Müller (12.). Einen gefährlichen Münchner Torabschluss gab es vor der Pause nicht zu bestaunen. Eindrucksvoll untermauerten beide Teams, dass eine Partie auch mit wenigen Torchancen attraktiv sein kann.

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