1:1 gegen Hertha
Hannover verpasst den Befreiungsschlag

Lange sah es in Hannover nach einem trostlosen Unentschieden aus. Eine Viertelstunde vor Schluss stocherte Schulz den Ball dann doch noch rein und brachte 96 so in Führung. Doch Hertha hatte die passende Antwort parat.
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HannoverFür Hannover 96 und Trainer Tayfun Korkut spitzt sich die Situation im Abstiegskampf immer mehr zu. Trotz einer Jobgarantie für den 41-Jährigen gelang auch beim 1:1 (0:0) im Heimspiel gegen Hertha BSC nicht der so sehr ersehnte Befreiungsschlag und der erste Rückrundensieg in der Fußball-Bundesliga. Christian Schulz brachte die Gastgeber zwar in der zweiten Hälfte in Führung (75.). Doch Valentin Stocker glich für die Berliner vor 46.000 Zuschauern noch aus (83.).

Das zwölfte sieglose Spiel in Serie vergrößerte am Freitagabend die Sorgen der Niedersachsen, auch wenn sich das 96-Team mit 29 Punkten zumindest für eine Nacht auf Rang 14 verbesserte. Hertha blieb unter Trainer Pal Dardai hingegen zum sechsten Mal ungeschlagen und vergrößerte zum Auftakt des 28. Spieltags das Polster zur Abstiegszone.

96-Präsident Martin Kind stemmte sich via „Bild“ schon vor der Partie gegen die Trainerdiskussion um den erfolglosen Korkut. „Ich bin von diesem Mann überzeugt“, betonte Kind auch nochmals bei Sky und versuchte, den Druck von der Heimelf zu nehmen. Der Präsident selbst hat sich den Unmut einiger 96-Fans zugezogen und musste sich bereits vor dem Anpfiff die ersten, inzwischen obligatorischen „Kind muss weg“-Rufe gefallen lassen.

Die Gastgeber starteten vor 46.000 Zuschauern elanvoll und kontrollierten die Anfangsphase, in der Offensive gelang ihnen aber wenig. Salif Sané mit dem Kopf (32.) und Jimmy Briand (34.) vergaben in der ersten Hälfte noch Hannovers beste Möglichkeiten. Korkut hatte eine vorsichtige 4-1-4-1-Aufstellung mit gleich drei Innenverteidigern in der Viererabwehrkette gewählt. Torjäger Joselu saß etwas überraschend zunächst nur auf der Bank, obwohl er seine Grippe auskuriert hat.

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