1. FC Köln
Verwaltungsrat offenbar für Meier-Entlassung

Manager Michael Meier steht nach Berichten der Kölner Boulevardpresse beim 1. FC Köln vor der Ablösung. Der Verwaltungsrat soll sich bereits für diese ausgesprochen haben.

Für Manager Michael Meier wird die Luft beim Tabellenvorletzten 1. FC Köln offenbar immer dünner. Der Verwaltungsrat soll sich in einer vierstündigen Sitzung am Sonntag für die Ablösung des 61-Jährigen ausgesprochen haben. Entsprechende Berichte der Bild-Zeitung und des Express wollte der Klub am Montag nicht kommentieren. "Dazu geben wir keine Stellungnahme ab", sagte FC-Pressesprecher Christopher Lymberopoulos auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (SID).

Klub-Boss Wolfgang Overath, der ebenfalls heftig in der Kritik steht, hatte bereits auf der emotionsgeladenen Mitgliederversammlung Veränderungen in der sportlichen Führung angekündigt. Man werde sich Gedanken um die Situation des Sportdirektors und um Michael Meier machen, hatte der Weltmeister von 1974 am vergangenen Mittwoch gesagt.

Das größte Hindernis bei einer möglichen Trennung von Meier scheinen die Finanzen zu sein. Der frühere Dortmunder Manager besitzt noch einen Vertrag bis 2014 und soll angeblich eine Abfindung von gut einer Million Euro einstreichen. Meier, der den 1:0-Sieg der Kölner beim VfB Stuttgart am Sonntag alleine auf der Haupttribüne verfolgt hatte, geht indes weiter davon aus, im Amt zu bleiben. Er habe nichts Gegenteiliges gehört, so Meier.

Meier wird von großen Teilen der Fans angelastet, beim Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft versagt zu haben. Auch wird ihm eine Mitschuld am Schuldenberg in Höhe von 24 Mill. Euro angelastet.

Reiner Calmund, der einst bei Bayer Leverkusen für kurze Zeit mit Meier zusammengearbeitet hatte, riet dem FC-Manager zum Rücktritt. "Ich würde die Konsequenzen ziehen. Ich würde sagen, 'hier kann ich nicht mehr gewinnen. Feierabend.' Die Wölfe heulen, einer muss vom Schlitten", sagte Calmund bei Sky90, nahm Meier dabei aber auch in Schutz: "Wenn man ein bisschen normal tickt, dann muss man Mitleid mit Michael Meier haben. Natürlich ist er als Manager für den sportlichen Misserfolg zuständig, aber dass man sagt, er hat auch das finanzielle Fiasko angerichtet, halte ich für unverschämt und absolut falsch."

© SID

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