10. Bundesliga-Spieltag
Der einstige Bayern-Erzrivale ist Vorletzter

Nach dem Sieg gegen Borussia Dortmund steuert der FC Bayern auf eine weitere Saison der Superlative zu. Der einstige Erzrivale steckt hingegen in einer der größten sportlichen Krisen der Vereinsgeschichte.
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BerlinGut, besser, Bayern - der Titelverteidiger aus München steht vor einer weiteren Saison der Superlative. Im beeindruckender Manier untermauerte der deutsche Rekordmeister beim 2:1 im hochklassigen Giganten-Gipfel gegen Borussia Dortmund seine Ausnahmestellung. Mit Spielkunst und Power rang er den Erzrivalen der vergangenen Jahre nieder. Die anhaltende Dominanz der Bayern heizt in Fußball-Deutschland die Diskussion um die schwindende Attraktivität der Bundesliga an. „Das ist dummes Zeug“, kommentierte Sportvorstand Matthias Sammer entsprechende Bedenken.

Nach zwei Meisterschaften mit 25 und 19 Punkten Vorsprung droht erneut ein trister Titelkampf. Es wird darüber spekuliert, ob die Bayern die Meisterschaft in dieser Saison womöglich noch früher als beim Rekord im vorigen März feiern können. Zum Leidwesen von Sammer. „Die Liga ist für die Spannung verantwortlich, nicht wir. Wir sind dafür verantwortlich, dass wir unsere Spiele gewinnen. Glauben Sie, dass Pep Guardiola und ich für einen sozialen Gedanken einen Preis bekommen?“, giftete der ehemalige Profi bei Sky.

Anders als in den vorigen vier Jahren wird der BVB diesmal nicht der ärgste Widersacher der Bayern sein. Nach bereits sieben Niederlagen steht der Revierclub so schlecht da wie noch nie in seiner Bundesliga-Geschichte an einem 10. Spieltag. Das Abrutschen in die Abstiegszone verursacht bei allen Beteiligten Ratlosigkeit. Von der Champions League redet mittlerweile niemand mehr. Zum wiederholten Mal in dieser Saison geriet Trainer Jürgen Klopp in Erklärungsnot: „Es ist alles andere als gut, was gerade passiert. Wir haben viele Baustellen und viele Spiele selbstverschuldet verloren.“

Am Ende des Spieltages musste der BVB-Coach noch zusehen, wie der SC Freiburg beim 1. FC Köln mit 1:0 gewann, sich vom letzten Tabellenrang absetzte und die Dortmunder auch noch auf den 17. Platz fallen ließen. Besser als die Liga-Rückkehrer aus Köln machte es Mitaufsteiger SC Paderborn, der mit 3:1 gegen Hertha BSC den Höhenflug fortsetzte und den vierten Saisonsieg feierte.

Momentan können zumindest zwei Mannschaften dem Spitzenreiter halbwegs Paroli bieten: Der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach. Beim 4:0-Kantersieg in Stuttgart traten die VfL-Profis von Trainer Dieter Hecking im Stil eines Spitzenteams auf. Fünf Liga-Siege in Serie waren zuletzt in der Meistersaison 2008/09 gelungen.

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