111 Jahre Königsblau

Schalke-Fans über Liebe, Freud und Leid

Der Mythos Schalke lebt – und wie! Die Fans feierten den 111. Geburtstag mit einer beeindruckenden Choreografie. Jeder hat seine persönlichen Erinnerungen. Fünf haben sie aufgeschrieben. Über die Liebe zu Königsblau.
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Blau-weiße Riesen-Choreo begeistert Schalke-Fans

DüsseldorfDer Fußballklub Schalke 04 feiert eine Schnapszahl: den 111. Geburtstag. „Was als „Glaubensgemeinschaft“ begann, wurde zum Kult, für viele gar zum Mythos“, stellt der Verein auf seiner Internetseite fest. „Zehn Arbeitersöhne schufen der Legende nach am 4. Mai 1904 die Grundlage für den FC Schalke 04.“ Sieben deutsche Meisterschaften, fünf nationale Pokalsiege und den UEFA-Cup errang der Club bislang.

Richtig groß feiert der Fußball-Bundesligist aber erst im Herbst - mit einem eigens für den Verein produzierten Musical. Am 12. September startet die Jubiläumsshow „Kennst du den Mythos...?“. In der Veltins-Arena geht es dann 90 Minuten lang nur um den königsblauen Verein und seine Geschichte.

Produziert wird das Musical gemeinsam mit dem Gelsenkirchener Musiktheater im Revier selbst. Für diese Show wurden bereits rund 20.000 Tickets verkauft, teilte Moritz Beckers-Schwarz vom Arena Management mit. Das ist knapp die Hälfte der verfügbaren Karten. Zusätzlich soll es zehn Vorstellungen im Musiktheater im Revier geben.

Das Handelsblatt gratuliert Schalke 04 mit einigen persönlichen Geschichten, die wir nur online veröffentlichen. Fünf Schalke-Fans haben für uns aufgeschrieben, wie sie zu dem Klub ihres Herzens gekommen sind und woran sie sich am liebsten und - manchmal auch - nicht so gern erinnern.

Dass Fußball kein reiner Männersport mehr ist und die Begeisterung auch immer stärker auf das andere Geschlecht überschlägt, zeigen zwei junge Frauen: Handelsblatt-Mitarbeiterin Hilal Kalafat kam über ihren Vater zu Schalke. Und Franziska Menn, die für die IHK Siegen arbeitet und ein Praktikum beim Handelsblatt absolvierte, ging mit ihrem Onkel ins Stadion - ausgerechnet zu einem Spiel, das S04 gegen die Bayern verlor.

Die Reproduktion einer vom Klartext Verlag zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt die Mannschaft des FC Schalke 04 mit Hitler-Gruß beim Endspiel um die Deutsche Fußball-Meisterschaft von 1939 gegen Admira Wien. Der Traditionsverein aus Gelsenkirchen, der zwischen 1934 und 1942 sechs Mal Deutscher Meister wurde, hat als erster Bundesligaverein seine Vergangenheit im Nationalsozialismus neutral untersuchen lassen, und das 360 Seiten starke Buch „Zwischen Blau und Weiss liegt Grau“ im Klartext-Verlag herausgegeben. Quelle: ap

Die Reproduktion einer vom Klartext Verlag zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt die Mannschaft des FC Schalke 04 mit Hitler-Gruß beim Endspiel um die Deutsche Fußball-Meisterschaft von 1939 gegen Admira Wien. Der Traditionsverein aus Gelsenkirchen, der zwischen 1934 und 1942 sechs Mal Deutscher Meister wurde, hat als erster Bundesligaverein seine Vergangenheit im Nationalsozialismus neutral untersuchen lassen, und das 360 Seiten starke Buch „Zwischen Blau und Weiss liegt Grau“ im Klartext-Verlag herausgegeben.

(Foto: ap)

Tief in seiner Erinnerung hat für uns der Manager Lutz Gerber gekramt. Er konnte als über 50-Jähriger noch Erinnerungen aus den siebziger Jahren beisteuern. Und last not least haben auch zwei Handelsblatt-Redakteure ihren Beitrag geleistet: Tobias Döring und Stefan Kaufmann.

Dieses Online-Stück hat freundlicherweise auch der Verein selbst unterstützt. Christine Walther, die Leiterin Vereinsarchiv bei Schalke 04, schickte uns einige Bilder aus ihrem Fundus. Vielen Dank an alle!

Hilal Kalafat: „Das 100. Mitglied ist Finanzvorstand Peter Peters“
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