12. Bundesliga-Spieltag
Festnahmen und Verletzte überschatten Niedersachsen-Derby

Die Bundesliga-Begegnung zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig am Freitagabend wurde von Fan-Krawallen überschattet. Tränengas und Schlagstöcke kamen zum Einsatz. Auch Festnahmen gab es.
  • 0

HannoverDas erste niedersächsische Derby in der Fußball-Bundesliga zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig seit 37 Jahren ist wie befürchtet von schweren Krawallen überschattet worden. Bereits vor dem Anpfiff um 20.30 Uhr hatte es rund um diese brisante Begegnung in der HDI Arena Verletzte und Festnahmen gegeben, wie Hannovers Polizeisprecher Holger Hilgenberg dem Sport-Informations-Dienst (SID) bestätigte. Genaue Zahlen waren zu Beginn des ersten Durchgangs noch nicht bekannt. Während des Spiels blieb es bis auf einige wenige Bengalos, die im Stadion abgefeuert wurden, ruhig.

„Wir müssen natürlich wegen des Abrennens von Pyrotechnik mit Konsequenzen rechnen, das ist ja immer so. Wir werden dafür die Verantwortung tragen, aber die zur Rechenschaft ziehen, die uns das eingebrockt haben“, sagte Hannovers Manager Dirk Dufner nach dem Abpfiff bei Sky. Insgesamt war der frühere Freiburger einigermaßen erleichtert: „Wir haben alles getan, um die Sicherheit zu gewährleisten. Während des Spiels ist es auf den Rängen zum Glück gut abgelaufen.“

Bereits Stunden vor dem Spiel und auch noch zu Beginn hatten die Einsatzkräfte aber alle Hände voll zu tun, zahlreiche gewaltbereite Chaoten auf beiden Seiten hielten seit dem frühen Abend die Sicherheitskräfte in Atem. „Die Anreise der meisten Braunschweiger Fans verlief am Nachmittag weitestgehend ruhig. Je näher der Anpfiff rückte, um so mehr Ärger gab es dann aber“, sagte Hilgenberg, der darauf hinwies, dass die Krawallmacher in beiden Lagern ihr Unwesen trieben.

„An der Stadionbrücke eskaliert die Situation, Polizeibeamte wurden massiv mit Pyrotechnik beschossen. Haltet Euch aus diesem Bereich fern, es ist gefährlich“, hatte die Polizei Hannover auf ihrer Facebook-Seite bereits um 18.55 Uhr geschrieben. An der Stadionbrücke postierten die Beamten Wasserwerfer, die dann kurz vor dem Anpfiff in grellem Scheinwerferlicht auch zum Einsatz kamen, nachdem vermummte Braunschweiger Flaschen in Richtung der Beamten geworfen hatten. Zudem wurden Schlagstöcke und Tränengas eingesetzt.

Zuvor war bereits am Eingang Nord gegen 18.30 Uhr die Situation eskaliert. „Wir haben bereits einen Verletzten. Die Beamten konnten einen Sturm des Stadions verhindern, wir appellieren an alle, sich aus diesem Bereich zurückzuziehen“, hieß es vonseiten der Polizei. Es wurden weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung eingesetzt, wodurch die Situation einigermaßen beruhigt wurde. Zudem bestätigte die Polizei, dass der Zug aus Braunschweig mit den Eintracht-Fans gestoppt worden war. Am Südeingang wurden zwischenzeitlich rund 200 Personen aus der Eintracht-Szene festgesetzt, wodurch der Zugang zum Stadion in diesem Bereich recht problematisch war. Diese Gruppe wurde letztendlich aber noch friedlich auf ihren Platz geleitet.

Seite 1:

Festnahmen und Verletzte überschatten Niedersachsen-Derby

Seite 2:

Zwietracht hat historische Ursprünge

Kommentare zu " 12. Bundesliga-Spieltag: Festnahmen und Verletzte überschatten Niedersachsen-Derby"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%