12. Bundesliga-Spieltag
Schlüsselspiel für Bayern, Endspiel für Hertha

Die Bosse auf Tauchstation, der Trainer unter Druck, die Spieler in Zugzwang – beim FC Bayern herrscht explosive Stimmung. Die Rückkehr von Schalke-Coach Felix Magath an die ehemalige Wirkungsstätte und die Auftritte der von den Bayern umworbenen Schalker Neuer und Rafinha sorgen für zusätzliche Brisanz. Außerdem steht das Kellerduell zwischen Hertha und Köln am 12. Spieltag im Mittelpunkt.

dpa DÜSSELDORF. "Ein enorm wichtiges Spiel in einer kritische Phase. Der Druck ist jetzt gewaltig", befand der ehemalige Bayern-Torhüter Oliver Kahn in der "Bild" mit Blick auf die knifflige Ausgangslage der Münchner im Bundesliga-Schlager gegen den FC Schalke 04. Nur ein Sieg kann den wankenden Rekordmeister vor weiterem Ungemach bewahren. Vier Tage nach der Heimschlappe in der Champions League gegen Bordeaux sinnen alle Beteiligten auf Wiedergutmachung. "Es ist wieder ein Endspiel, wir stehen wieder mit dem Rücken zur Wand", sagte Nationalspieler Philipp Lahm.

Angesichts des drohenden Knockouts in der Champions League und des bisher dürftigen Saisonverlaufs spekulierten diverse Medien über die Zukunft von Louis van Gaal. Weil zu viele Wünsche unter der Regie des Wunschtrainers offen blieben, ist die Kritik an seiner Arbeit lauter geworden. Das Schweigen der Vereinsführung nach dem 0:2 gegen Bordeaux werteten viele Beobachter als Indiz für die wachsende Distanz zum Trainer. Nur Präsident Franz Beckenbauer meldete sich zu Wort und geißelte die jüngsten Auftritte als "furchtbar langweilig".

Der seit nunmehr sieben Pflichtspielen ungeschlagene Tabellen-Vierte reist mit reichlich Rückenwind nach München. Gleichwohl warnte Torhüter Neuer, der die anhaltenden Transferspekulation nicht mehr kommentieren mochte, seine Mitstreiter vor Übermut: "Wir dürfen auf keinen Fall anfangen zu träumen, das können wir uns auch gar nicht leisten."

Neben der Partie in München steht das Kellerduell zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Köln am 12. Spieltag im Mittelpunkt. Wie der Münchner Lahm sprach auch der Berliner Nationalspieler Arne Friedrich im Vorfeld von einem "Endspiel". Schließlich verbuchte das seit zehn Bundesliga-Partien sieglose Schlusslicht bisher nur vier Punkte. Beim 3:2-Erfolg am Donnerstag in Heerenveen schöpften die Berliner neuen Mut. Nur wenige Minuten nach dem Abpfiff in Heerenveen ging der Blick von Trainer Friedhelm Funkel nach vorn: "Es war schön, hier zu gewinnen, aber viel wichtiger ist ein Sieg über Köln." Geschäftsführer Michael Preetz hofft auf eine Intitialzündung: "Die Mannschaft brauchte das Gefühl, wie es ist, wenn man gewinnt."

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