17-Jähriger im Aufgebot
Eriksson gibt Nachwuchs bei WM eine Chance

Völlig überraschend hat der englische Coach Sven Göran Eriksson den 17 Jahre alten Teenager Theo Walcott vom FC Arsenal ins 23-köpfige Aufgebot für die Fußball-WM berufen. Außerdem darf der verletzte Wayne Rooney mit nach Deutschland reisen.

HB LONDON. Walcott ist einer von nur vier Stürmern - neben den verletzten Rooney und Michael Owen. "Ich weiß, dass das ein Risiko ist", sagte Eriksson, der von Walcott "absolut begeistert" ist. "Diese Entscheidung ist nicht logisch, sie fiel aus dem Bauch heraus. Ich weiß, dass ich da zocke. Aber Walcott ist unglaublich schnell und in herausragender Form." Bislang wurde der Teenager, der im Januar vom Zweitligisten Southampton für 18 Millionen Euro zum FC Arsenal wechselte, nur in der Reservemannschaft der Londoner eingesetzt.



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"Bei Rooney können wir im Moment nur abwarten und hoffen", sagte Eriksson. Der Stürmer von Manchester United muss nach seinen Brüchen im rechten Mittelfuß noch mindestens fünf Wochen pausieren. "Ich wäre absolut verrückt, wenn ich Wayne nicht nominiert hätte, solange es noch eine kleine Hoffnung gibt." Rooney kann noch bis zum 9. Juni aus dem Kader gestrichen werden, falls er nicht fit wird.

Optimistisch zeigte sich Eriksson bei Michael Owen, der in diesem Jahr erst einen Kurzeinsatz absolvieren konnte. "Ich bin mir sicher, dass er ab Montag bei uns voll mittrainieren kann." Die Nominierung von Owen Hargreaves, neben David Beckham (Real Madrid) einziger Legionär im englischen Aufgebot, kam für die meisten englischen Journalisten überraschend, doch Eriksson hatte ihn vergangene Woche beim Spiel der Bayern gegen den VfB Stuttgart persönlich beobachtet. Der lange verletzte Mittelfeldspieler wusste mit einer Torvorlage zu überzeugen.

"Ich bin froh, zu dieser tollen englischen Mannschaft zu gehören. Die WM in Deutschland ist mit ein Höhepunkt in meiner bisherigen Karriere. Wir gehören zu den Favoriten und werden alles unternehmen, um dieser Rolle gerecht zu werden", sagte Hargreaves: "Ich freue mich riesig auf die Weltmeisterschaft."

Prominenteste WM-Opfer sind Tottenhams Angreifer Jermain Defoe und Chelsea-Stürmer Shaun Wright-Phillips, deren Nominierung als ebenso sicher galt wie die von Verteidiger Ledley King.

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