Fußball
1 860 in der Pflicht, Alemannia in Lauerstellung

Vor dem Saisonstart in der 2. Bundesliga kristallisieren sich fünf Aufstiegsfavoriten heraus: Neben den Bundesliga-Absteigern liebäugeln besonders der TSV 1 860 München und Alemannia Aachen mit dem Sprung ins Oberhaus.

Mit einem Rekordetat und dem Einzug in die neue prächtige Heimstätte kann das Ziel des TSV 1 860 München in der am Samstag beginnenden Zweitliga-Saison nur Aufstieg heißen. Neben den "Löwen" geht auch Alemannia Aachen mit dem klaren Ziel Bundesliga ins Rennen.

"Es ist kein Geheimnis, dass wir aufsteigen müssen", erklärte 1 860-Präsident Karl Auer im AZ-Interview: "Wir gehen mit großem finanziellen Aufwand in die Saison. Und wenn wir das mit dem Aufstieg nicht schaffen, dann müssen wir in den folgenden Jahren Abstriche machen." Alle Kräfte seien für einen großen Kraftakt im zweiten Zweitliga-Jahr gebündelt worden.

Mit Stefan Reisinger (Wacker Burghausen) tätigte er für 550 000 Euro den teuersten Transfer der gesamten Liga. Der Stürmer spürt vor dem Auftaktspiel am Sonntag beim LR Ahlen schon den "immensen Aufstiegsdruck" und Trainer Reiner Maurer warnt: "Die Saison wird kein Selbstläufer." Schließlich wollen auch die drei Bundesliga-Absteiger VfL Bochum, SC Freiburg und Hansa Rostock auf direktem Wege zurück ins Oberhaus.

Aachen baut auf Rösler und Ebbers

Trotzdem zählen 14 von 18 Zweitliga-Trainern die Löwen zu den Aufstiegsfavoriten. Genau so viele Coaches glauben, dass Aachen am Ende der Saison auf einem der drei Aufstiegsplätze steht. Das Team vom Tivoli kann sich nach dem Europacup-Abenteur in der vergangenen Saison diesmal voll auf die Operation Bundesliga konzentrieren. Für den ersten Aufstieg seit 1967 wurden mit Marius Ebbers (1. FC Köln) oder Sascha Rösler (Spvgg Greuther Fürth) namhafte Spieler verpflichtet.

Die Euphorie ist riesig, mit über 10 000 verkauften Dauerkarten wurde ein neuer Vereinsrekord aufgestellt. Ein Teil der um 2,6 Mill. Euro gestiegenen Werbeeinahmen wurde in den auf 8, fünf Mill. gestiegenen Etat gesteckt. Trainer Dieter Hecking formuliert dann auch ganz klar das Ziel: "Wir wollen aufsteigen. Die drei Absteiger sind die Favoriten, dazu 1 860 und wir." Beim schweren Auftaktspiel am Montag bei Erzgebirge Aue ist noch der Einsatz des nach einer Virusinfektion geschwächten Stürmerstars Erik Meijer fraglich.

© SID

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