1860 München
Ismaik diktiert Bedingungen für Löwen-Rettung

Hasan Abdullah Ismaik soll 1860 München vor dem wirtschaftlichen Aus bewahren. Fix ist sein Einstieg allerdings noch nicht. Der Jordanier knüpft einige Bedingungen an sein Engagement - und die sind nicht ohne.
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MünchenDer jordanische Millionär Hasan Abdullah Ismaik knüpft seinen Einstieg beim von der Pleite bedrohten Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München an Bedingungen. Er werde nur Geld investieren, wenn die Gläubiger der „Löwen“ auf Altschulden verzichteten, sagte Ismaik der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag). „Ich würde auf keinen Fall einsteigen, wenn dieser Teilverzicht von etwa 60 Prozent, der ja auch den Banken zugesagt war, nicht zustande käme“, sagte der Geschäftsmann. Die Altschulden des Vereins sollen sich auf 14 Millionen Euro belaufen.

Im Groben habe er sich mit den 1860-Verantwortlichen auf seinen Einstieg geeinigt, sagte Ismaik. Wenn die Deutsche Fußball Liga (DFL) den Erwerb von maximal 49 Prozent der Club-Anteile absegne, „steht nichts mehr im Wege“. Der 34-Jährige will sich angeblich bis 2014 mit mehr als 30 Millionen Euro bei dem Traditionsverein engagieren. Nach den DFL-Statuten (50+1-Regel) darf ein Geldgeber nicht die Mehrheit eines Vereins übernehmen. Daher will Ismaik einen Mitarbeiter bei den „Löwen“ installieren, „der als verlängerter Arm in München arbeitet, wirtschaftlich kompetent ist, meine Seite vertritt und eng mit dem Club zusammenarbeitet“. Er denke dabei an einen Deutschen, der „Ahnung vom Fußball“ habe. Den Namen will Ismaik erst verraten, wenn die Verträge mit 1860 unterschrieben seien.

Sein erklärtes Ziel ist der sportliche Erfolg. „Ich möchte den Verein nach oben bringen. Das Wichtigste ist, in die Bundesliga aufzusteigen“, betonte Ismaik. „Wir wollen nicht von der Champions League reden, aber vielleicht spielen wir doch mal in fünf oder zehn Jahren international.“ Dafür will er einiges im Verein ändern: „Vieles müsste professioneller gemacht werden.“ Ismaik will unter anderem den Ausverkauf von Talenten stoppen.

Der Fan-Forderung nach einem eigenen Stadion erteilte Ismaik eine Absage. „Die Arena ist einer der Hauptgründe für mein Interesse. Ich habe nicht die Absicht, jetzt ein eigenes Stadion zu bauen, auch nicht in absehbarer Zeit.“ Er respektiere die Verträge mit dem FC Bayern München. Das Mietverhältnis läuft bis 2025.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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