1860 München
Neuer Chef kürzt alle Gehälter um zehn Prozent

Zweitligist 1 860 München schlägt einen radikalen Sparkurs ein. Unter dem neuen Geschäftsführer Robert Schäfer sollen die Gehälter im Verein um zehn Prozent gekürzt werden.
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Zwei Wochen nach seinem Amtsantritt hat Geschäftsführer Robert Schäfer vom Zweitligisten 1860 München einen radikalen Sparkurs eingeschlagen. Mit Änderungsverträgen bei Spielern und Angestellten will der klamme Verein eine Reduzierung der Gehälter um zehn Prozent erreichen. "Das ist ein vitaler Bestandteil der Sanierung, ein Symbol, das wir bei uns selbst anfangen", sagte der 34-Jährige am Mittwoch.

Insgesamt 125 1860-Mitarbeiter, unter ihnen die Spieler der Profis, der U23 und der U19, haben bis Mitte der kommenden Woche die Chance, das neue Gehaltsangebot zu akzeptieren oder per Klage dagegen vorzugehen. Eine Million Euro wollen die Löwen pro Jahr durch die Maßnahmen sparen. Ab September soll das reduzierte Gehalt für mindestens zwei Jahre gelten.

Neu-Geschäftsführer Schäfer, der als Vorbild sogar auf 20 Prozent seines Gehalts verzichtet, hofft auf die Solidarität seiner Mitarbeiter. Zwar sei der Schritt "arbeitsrechtlich sicherlich riskant, aber ich habe eine große Bereitschaft festgestellt, dass sie den Weg mitgehen". Zudem appellierte Schäfer an den Teamgeist: "Wir sind eine Gemeinschaft, da gibt es kein Wir und Die. Mir geht es darum, dass alle ihren Beitrag leisten."

Zumindest Trainer Reiner Maurer signalisierte schon Bereitschaft. "Ich bin dabei und denke, dass alle mitmachen werden", sagte Maurer der Münchner tz. Auch für Kapitän Benny Lauth sei die Entscheidung klar: "Für mich gibt es da keine zwei Meinungen. Dass aber keiner Juhu geschrien hat, ist klar." Bedenken äußerte allerdings Mittelfeldspieler Florin Lovin. Zwar sei für Donnerstag eine Mannschaftssitzung ohne Trainer angesetzt, er glaube aber nicht, "dass die Mannschaft geschlossen zustimmen wird".

© SID

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