2:0 gegen Nürnberg: Bayerns Klasse setzt sich durch

2:0 gegen Nürnberg
Bayerns Klasse setzt sich durch

Stark unter Druck, stark reagiert: Bayern München baut seine Siegesserie aus und lässt sich auch von aufopferungsvoll kämpfenden Nürnbergern nicht stoppen. „Verfolgerchen” Leverkusen bleibt auf Abstand.
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NürnbergDank seiner gewaltigen individuellen Klasse hat sich der FC Bayern München auch im 188. bayerisch-fränkischen Derby nicht stoppen lassen. Auch ohne die ganz große Offensivshow bejubelte der Fußball-Triplesieger am Samstag ein standesgemäßes 2:0 (1:0) beim 1. FC Nürnberg und baute seine Rekordserie ungeschlagener Bundesligaspiele auf 45 aus. Die Nürnberger demonstrierten nach zwei Siegen zum Rückrundenauftakt zwar mit viel Courage ihr gewachsenes Selbstbewusstsein, ließen aber zu viele hochkarätige Chancen aus.

Eineinhalb Wochen vor dem Champions-League-Achtelfinale beim FC Arsenal reichte den Bayern eine kontrollierte Leistung zum 18. Saisonerfolg, den Mario Mandzukic (18. Minute) und Philipp Lahm (49.) vor 50 000 Zuschauern sicherstellten. Der Vorsprung des Tabellenführers auf Verfolgerchen Bayer Leverkusen bleibt bei 13 Punkten, die 24. Meisterschaft rückt immer näher. Und das, obwohl sich die Münchner in den ersten 20 Minuten ungewohnt schwertaten und einiges Glück bemühen mussten.

Erst der unglückliche Rückstand und die frühen Auswechslungen von Timothy Chandler und des überaus agilen Daniel Ginczek schockten den FCN. Beide Stammspieler mussten mit Verdacht auf Knieverletzungen raus. Kleiner Wermutstropfen für die Bayern: Mandzukic sah seine fünfte Gelbe Karte und fehlt am Samstag gegen Freiburg gesperrt.

Mit enormen Tempo überraschten die Gastgeber ihre spielerisch übermächtigen Gegner. Dokumentiert wurde der Schnellstart durch drei fränkische Großchancen in den ersten vier Minuten. Ginczek (2.) scheiterte an Nationaltorwart Manuel Neuer, Josip Drmic (3.) vergab aus der Distanz, Hiroshi Kiyotake (4.) traf nach einem artistischen Seitfallzieher die Oberkante der Latte. Angefeuert von den FCN-Fans hatte es zwischenzeitlich fast den Anschein, als würden die Nürnberger die Bayern überrennen wollen.

Dieses Bild hielt nur bis zur ersten großen Bayern-Gelegenheit, die prompt die Führung nach sich zog. Nach einer Flanke von David Alaba, der erstmals überhaupt mit nach vorne gekommen war und kurz zuvor hinten noch in höchster Not gegen Ginczek geklärt hatte, setzte sich Mandzukic im Strafraum clever gegen Marvin Plattenhardt durch. Dem ansonsten starken Torwart Raphael Schäfer blieb keine Abwehrchance.

Der Rückstand gepaart mit dem doppelten Verletzungspech ließ die Nürnberger zunehmend die Orientierung verlieren. Die Bayern übernahmen mit gewohnter Dominanz die Spielkontrolle, schnürten den Abstiegskandidaten fortan in der eigenen Hälfte ein und setzten die personell geschwächte Nürnberger Defensive unter permanenten Druck. Und das, obwohl Trainer Pep Guardiola auf den verletzten Franck Ribéry verzichten musste. Zudem musste Toni Kroos zum zweiten Mal in Serie die 90 Minuten komplett von der Bank aus verfolgen.

Eine knappe Viertelstunde vor der Pause hätte Guardiolas Team schon nachlegen können, als zunächst Arjen Robben nach einem Freistoß und dann Thomas Müller per Kopf den Ball an die Latte setzten. Vier Minuten nach Wiederanpfiff zielte Kapitän Lahm dann genauer. Ein Zuspiel von Mandzukic nahm er in abseitsverdächtiger Position an und schoss ein. Ein Tor mit Seltenheitswert: Für den 30-Jährigen war es der erste Bundesligatreffer seit Dezember 2010. Seinen ersten Rückrundeneinsatz nach seiner Fußblessur feierte Javi Martínez, der in den letzten 20 Minuten Spielpraxis sammeln durfte.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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