2:1 gegen Mainz
Huntelaar erst Pechvogel, dann Held

Erst stellte Klaas-Jan Huntelaar einen unrühmlichen Bundesliga-Rekord ein, dann rettete er Schalke die drei Punkte. Die Knappen hätten ihren ersten Saison-Heimsieg gegen Mainz aber schon viel früher klar machen können.

GelsenkirchenMit dem ersten Heimsieg unter Trainer André Breitenreiter hat der FC Schalke 04 seine Fans etwas versöhnt und sich wieder im oberen Tabellendrittel der Fußball-Bundesliga etabliert. Die Königsblauen gewannen am Sonntagabend zum Abschluss des 4. Spieltages gegen den FSV Mainz 05 verdient mit 2:1 (1:1) und sind mit nunmehr sieben Punkten Fünfter. Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, der gleich zu Beginn der Partie einen Strafstoß versiebt hatte, schoss in der 61. Minute den umjubelten Siegtreffer. Joel Matip hatte Schalke in der 37. Minute in Führung gebracht. Noch vor der Pause erzielte Yunus Malli vor 60 083 Zuschauern nach einer tollen Angriffskombination der Rheinhessen den Ausgleich (42.).

Breitenreiter war nach der bis zum Schluss spannenden Partie „sehr zufrieden“ und lobte die „hervorragende Leistung“ seiner Mannschaft. Dank der großen Mentalität und vieler Torchancen „sind wir heute auch der verdiente Sieger“, sagte der Coach und hob vor allem Max Meyer hervor, der die Rolle des nach Wolfsburg abgewanderten Julian Draxler gegen Mainz bereits „hervorragend“ gespielt habe.

Vier Tage vor dem Start in die Europa-League-Saison bei APOEL Nikosia bewiesen die Schalker ansteigende Form. Breitenreiter hatte seine Startelf nach der 0:3-Pleite in Wolfsburg auf vier Positionen verändert, und seine Truppe spielte diesmal viel engagierter. Schon in den ersten 20 Minuten hatte Schalke Chancen fast im Minutentakt - doch aus der beruhigenden Führung wurde nichts. Denn Gäste-Keeper Loris Karius avancierte zum Helden und bewahrte die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt gleich mehrfach vor einem Rückstand.

Als Huntelaar in der 4. Minute zum Foulelfmeter anlief, sprangen die 04-Fans schon von ihren Sitzen - doch Karius parierte ebenso wie später gegen den fleißigen und agilen Meyer (10.), der von Breitenreiter zum ersten Mal in die Startelf beordert wurde. Kaum zu glauben: Huntelaar vergab seinen vierten Elfer in Serie, machte seinen Patzer später mit seinem zweiten Saisontor aber wieder gut.

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Huntelaar erst Pechvogel, dann Held

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Fährmann rettet in letzter Minute

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