2:1-Sieg in Köln
BvB ist nach 2624 Tagen wieder Tabellenführer

Was für eine Schlussphase: Borussia Dortmund gewinnt dank einer Treffers in der Nachspielzeit 2:1 in Köln und übernimmt zumindest über Nacht die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga. Für die Kölner und ihren Trainer Zvonimir Soldo brechen derweil harte Zeiten an. Das Spiel selbst bot reichlich Besonderes.
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KÖLN. Normale Spiele scheint es zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund nicht zu geben. So täuscht auch das häufigste aller Fußballergebnisse - 2:1 für den BvB - über die Besonderheiten hinweg, die diese Partie mit sich brachte.

Das eine war die unglaubliche Parallele zum letzten Auftritt der Dortmunder in Köln vor rund sechs Monaten. Auch hier gelang dem FC in einer hochemotionalen Schlussphase der Ausgleich und den Dortmundern in der Nachspielzeit der Siegtreffer. Was damals das 3:2 war, war diesmal das 2:1.

"Es ist bewundernswert, mit welcher Gier die Mannschaft weiterspielt", sagte Klopp. sah es bis zur Nachspielzeit nach einem Remis aus. "Am Ende ist es verdient. Der Plan war, dass wir bis zum Ende dran glauben", sagte Klopp. "Wenn du oben stehst, hast du eben auch manchmal ein bisschen Glück", meinte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Die Rollen vor dem 75. Erstliga-Westderby der alten Rivalen waren klar verteilt: Die BVB-Profis reisten nach sechs Siegen und den 3:1-Erfolgen in Stuttgart, Schalke und St. Pauli mit großem Selbstbewusstsein Richtung Köln.

Beim FC war nach der heftigen Kritik von Podolski an Vereinsführung und Kollegen sowie der umstrittenen Länderspielreise von Keeper Faryd Mondragon richtig Feuer unterm Dach. FC-Chefcoach Zvonimir Soldo, bei der Vorstellung von den eigenen Fans mit Pfiffen bedacht, reagierte, nahm den 39-jährigen Kolumbianer nicht einmal in den Kader und verhalf somit dem 18 Jahre jüngeren Kroaten Miro Varvodic zum Bundesligadebüt. Der BVB lief wieder mit dem von einer Grippe genesenen Kevin Großkreutz, aber ohne den verletzten Patrick Owomoyela auf.

Die 50 000 Zuschauer saßen im trockenen, die 22 Akteure mussten in strömenden Regen mit einem feuchten und glitschigem Geläuf klarkommen. Viele Nickeligkeiten und Grätschen waren die Folge. Sehr ansehnlich im Hinblick auf schöne Spielzüge war die Partie von Beginn an nicht. Gekämpft haben beide Seiten voller Entschlossenheit über 90 Minuten hinweg. Die Dortmunder waren aber oft geschickter in den Zweikämpfen und ihr Spiel nach vorne wirkte strukturierter.

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