2. Bundesliga
Ingolstadt steigt auf, Aalen muss zittern

Die Bundesliga heißt ihr 54. Mitglied willkommen: Der FC Ingolstadt hat Aufstieg und Zweitliga-Meisterschaft perfekt gemacht. Dahinter bleibt es eng. Aalen kann nur noch auf den Klassenverbleib am Grünen Tisch hoffen.
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MünchenWeißbier- und Sektduschen, Umarmungen ohne Ende: Der FC Ingolstadt hat seine Wahnsinns-Saison mit dem Bundesliga-Aufstieg gekrönt. Der Dauer-Spitzenreiter kürte sich am Sonntag durch das 2:1 (1:1) gegen RB Leipzig vorzeitig zum 54. Club in der Beletage des deutschen Fußballs - und zum Zweitliga-Meister. Aufstiegstrainer Ralph Hasenhüttl sank auf den Boden, konnte sich vor Glückwünschen in euphorisierten Ingolstadt kaum noch retten. „Eine pure Explosion der Gefühle“, sagte der verletzte Kapitän Marvin Matip. Traurige Mienen dagegen beim VfR Aalen. Nach dem 2:4 (1:2) gegen den 1. FC Heidenheim kann der Verein, der gegen einen Punktabzug kämpft, nur auf einen Klassenverbleib am Grünen Tisch hoffen.

Als Tabellenzweiter darf der SV Darmstadt 98 bei der SpVgg Greuther Fürth weiter vom Durchmarsch träumen, das 0:1 (0:0) bedeutete aber einen Dämpfer für die Hessen und einen Riesenschritt für die Franken zum Liga-Verbleib. Jeweils ein Punkt hinter Darmstadt wittern aber der Karlsruher SC nach einem 2:0 (1:0) bei Eintracht Braunschweig und der 1. FC Kaiserslautern nach einem 0:0 bei Erzgebirge Aue weiter ihre Aufstiegschance.

Vertagt wurden am dramatischen vorletzten Spieltag die weiteren Entscheidungen im Abstiegskampf. Nach dem derzeitigen Absteiger Aalen (31) hat Aue (35 Punkte) die schlechtesten Karten. Ebenfalls prekär ist die Lage für FSV Frankfurt (36) nach dem 1:3 (1:1) gegen Union Berlin. Der TSV 1860 München (36 Punkte) zittert auch nach dem 2:1 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg weiter. Nach Rückstand feierte der FC St. Pauli ein furioses 5:1 (2:1) gegen den VfL Bochum auf dem Weg zum Klassenverbleib. Der SV Sandhausen blickt trotz des 0:2 (0:1) gegen Fortuna Düsseldorf der Rettung entgegen.

Bevor die rauschende Aufstiegsparty in Ingolstadt beginnen konnte musste ein Kater verarbeitet werden. Dominik Kaiser (4. Minute) brachte den Gast aus Leipzig in Führung. Nach dem Ausgleich von Mathew Leckie (45.+1/Foulelfmeter) konnten die Feierlichkeiten vorbereitet werden, nach dem 2:1 durch Stefan Lex (76.) durften auf den Rängen bei den 15 000 Fans die ersten Aufstiegsschlücke genommen werden. Elf Jahre nach den Gründungstag dürfen die Oberbayern in der kommenden Saison auf Bundesliga-Tour gehen.

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