20 000 Mitglieder im „FanClub Deutschland“
Imagekampagne zur Fußball-WM kommt in Gang

Die millionenschwere Imagekampagne für Deutschland während der Fußball-WM 2006 nimmt konkrete Formen an. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und die Deutsche Bank präsentierten in Berlin die 365 Unternehmen, Forschungs- und Bildungsinstitute sowie kommunalen oder kulturellen Einrichtungen, die sich im kommenden Jahr als so genannter Ort im Land der Ideen präsentieren dürfen. Jeder dieser 365 "Orte" wird sich und seine Idee an einem Tag des nächsten Jahres mit einer eigenen Veranstaltung präsentieren. Der Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Michael Rogowski, klagte indes über die teilweise mangelhafte Unterstützung der deutschen Industrie für die Werbekampagne.

HB BERLIN. Nach zögerlichem Beginn hat die deutsche Industrie inzwischen zwölf Millionen Euro für die Standortinitiative "Land der Ideen" zugesagt - zwei Millionen mehr als ursprünglich eingeplant. Weitere zehn Millionen kommen aus Steuermitteln, wie Schäuble berichtete. Als zentralen Baustein präsentierte die Initiative die Sieger des Wettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen".

Ausgewählt wurden Unternehmen, Forschungsinstitute, Schulen, Universitäten, Museen sowie Initiativen, Feste, Theater, Vereine und Verbände. Sie werden sich ab 1. Januar täglich bis zum Jahresende mit einer Veranstaltung der Öffentlichkeit vorstellen. Passend dazu erscheint ein spezieller Reiseführer.

Nach den Worten Schäubles soll die Kampagne den tausenden Gästen und Journalisten vor Ort sowie Millionen Fußballfans in aller Welt vermitteln, wie "kreativ, leistungsstark und offen" Deutschlands Bürger, Wirtschaft und Wissenschaft sind. Die Fußball-WM als das wahrscheinlich größte Medienereignis der deutschen Geschichte sei "ein großes Geschenk und eine große Chance für unser Land", betonte er.

Zu dem Konzept gehört auch der "Walk of Ideas": Ab Ende Januar werden an touristisch attraktiven Orten überdimensionale Skulpturen mit wegweisenden Erfindungen aus Deutschland aufgestellt. Beispiele sind der erste Stollenschuh, das Automobil oder eine Skulptur zur Buchdruckkunst.

Seit dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober können Interessierte zudem Mitglied im "FanClub Deutschland" werden, der ebenfalls von der Kampagne ins Leben gerufen wurde. Inzwischen gibt es den Initiatoren zufolge bereits über 20 000 Mitglieder, "die sich Deutschland zugehörig fühlen".

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