22. Bundesliga-Spieltag
Dost schießt Hertha ab, FCB in Torlaune

Bayern hat gegen Paderborn das halbe Dutzend vollgemacht. Die Schalker vergaben einen Sieg gegen Bremen in der Nachspielzeit. Auch Augsburg und Gladbach treffen spät zum Ausgleich. Mainz 05 siegt mit neuem Trainer.
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BerlinDer FC Bayern München verbreitet mit seinem Torrausch bei der Bundesliga-Konkurrenz Angst und Schrecken. „Das ist ganz großes Kino“, sagte Kölns Trainer Peter Stöger respektvoll zum erneuten Schützenfest des Fußball-Rekordmeister beim SC Paderborn. Wer mag da noch an die Isar reisen. „Es gibt liebere Orte, wo man hinfährt“, gab der Österreicher zu, der am Freitag mit seinem FC-Team wohl nur zur Schadensbegrenzung in München antritt.

„Wir haben nur noch ein kleines bisschen Luft nach oben“, meinte der sonst überkritische Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer nach dem 6:0 in Paderborn. Eine Woche vorher wurde der Hamburger SV mit 8:0 abgefertigt. „Man kann diesen Zug nicht aufhalten. Ich danke für dieses tolle Erlebnis“, sagte SC-Trainer André Breitenreiter nach der Lehrstunde fast ehrfürchtig.

Da die Bayern beim Spaziergang zum 25. Titelgewinn kaum noch Gegner fürchten müssen, suchen sie nach neuen Zielen. Wie in ihrer Rekord-Saison 1971/72 haben die Münchner nach 22 Spieltagen schon 59 Tore auf der Habenseite und könnten ihre damalige Bestmarke von 101 Einschüssen in einer Spielzeit übertreffen. Auf die Torjägerkanone kann zudem Arjen Robben hoffen, der mit einem Doppelpack in Paderborn nun mit 16 Treffern auf Platz eins der Liga-Schützenliste steht. Zum Spielbericht.

Trotz der erdrückenden Dominanz der Münchner herrschte auch auf den anderen Plätzen keine Langeweile. Dafür sorgte schon Torwart Marwin Hitz vom FC Augsburg. Der 27-jährige Schweizer eilte kurz vor Schluss nach vorne und traf in der 94. Minute zum 2:2 gegen Bayer Leverkusen. „Ich habe nicht gewusst, dass ich einen Torjäger ins Tor stelle“, staunte FCA-Trainer Markus Weinzierl über das Torwart-Kunststück von Hitz, der mit einem Drehschuss aus fünf Metern traf.

Tief getroffen waren die Leverkusener, die vor Wochenfrist gegen den VfL Wolfsburg in der Nachspielzeit mit 4:5 verloren hatten und im Kampf um einen Champions-League-Platz nun zittern müssen. Für Bayer-Sportdirektor Rudi Völler war es eine „bitterböse Strafe“ und noch schlimmer als gegen Wolfsburg, „weil du danach zwei Punkte verloren hast“. Enttäuscht zeigte sich auch Trainer Roger Schmidt über den zweiten Last-Minute-Rückschlag in Serie: „Wir gehen da durch eine harte Schule.“ Zum Spielbericht.

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