22. Bundesliga-Spieltag Dost trifft und trifft und trifft

Wolfsburg geht früh in Führung, doch nach einer halben Stunde glichen die unterlegenen Berliner aus. Erst in der Schlussphase wird der VfL erlöst – natürlich durch Torjäger Bas Dost. Der schrieb damit Geschichte.
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Wolfsburgs Bas Dost (r) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Hertha BSC mit Andre Schürrle im Arm. Quelle: dpa
Wölfe unter sich

Wolfsburgs Bas Dost (r) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Hertha BSC mit Andre Schürrle im Arm.

(Foto: dpa)

WolfsburgBas Dost ist einfach nicht zu stoppen. Mit seinem nächsten Doppelpack hat der Super-Torjäger des VfL Wolfsburg die Abstiegsnot bei Hertha BSC vergrößert. Am Sonntagabend gewann der VfL mit 2:1 (1:1) gegen den kampfstarken, aber biederen Tabellenvorletzten aus Berlin. Mit seinen Toren sieben und acht (10./74.) binnen einer Woche war der Niederländer Dost erneut der Sieg-Garant für das Team von Trainer Dieter Hecking, das nun bereits zehn Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten Borussia Mönchengladbach hat. In fünf Pflichtspielen des Jahres 2015 knipste Bas Dost schon neun Tore. Das gab es noch nie.

Vor 27.683 Zuschauern war der zwischenzeitliche Ausgleich von Julian Schieber (30.) zu wenig für die Berliner. Das Team von Trainer Pal Dardai bleibt nach der fünften Pleite aus den vergangenen sechs Spielen mit nur 21 Zählern Vorletzter der Fußball-Bundesliga.

Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw nutzten die Wolfsburger die Patzer der Konkurrenz im Kampf um die Vize-Meisterschaft. Schon nach zehn Minuten stellte Dost die Weichen. Der Portugiese Vierinha, der seinen Vertrag gerade erst bis 2018 verlängert hatte, wirbelte auf der rechten Seite und legte ab auf Schürrle. Der Nationalspieler leistete per Kopf die Vorarbeit. Und der Niederländer hatte keine Probleme, seinen sechsten Treffer im dritten Bundesliga-Spiel in Serie zu erzielen.

Die Wolfsburger, die das Hinspiel in Berlin mit 0:1 verloren und damals in nunmehr 48 Spielen zum einzigen Mal nicht getroffen hatten, bestimmten das Geschehen. Trainer Dieter Hecking schaute dem Treiben entspannt zu, denn die kampfstarken Gäste wirkten harmlos. Und schlugen nach einer halben Stunde doch zu. Der aus Dortmund gekommene Schieber verwandelte eine Vorlage von Valentin Stocker nach zwei groben Abwehrfehlern von Sebastian Jung und Robin Knoche in echter Torjägermanier, die Hertha durfte wieder hoffen.

Unbeirrt spulten die Wölfe ihr Pensum ab, Schürrle (39.) traf das Außennetz, Kevin de Bruyne (43.) scheitere mit einem Weitschuss. Nach der Pause korrigierte Hecking seine Aufstellung. Der Coach hatte nach dem 2:0 in der Europa League gegen Sporting Lissabon nur einmal gewechselt. Für den verletzten Aaron Hunt war Luiz Gustavo in die Startelf zurückgekehrt. Daniel Caligiuri und überraschend auch wieder Maximilian Arnold blieben dagegen auf der Bank, Christian Träsch und Sebastian Jung in der Mannschaft.

Arnold wurde gegen Hertha dann zur Halbzeit für den defensivschwachen Jung eingewechselt. Träsch rückte dafür nach rechts hinten, Arnold auf die Sechs neben Gustavo. Doch die Berliner standen in der Abwehr sicherer und hatten in Torhüter Thomas Kraft einen guten Rückhalt. Der Berliner Keeper zeichnete sich unter anderem gegen De Bruyne (55.) aus. Nur drei Minuten später legte Dost uneigennützig auf Schürrle ab, doch der Nationalspieler drosch den Ball über das Tor.

Eine Viertelstunde vor Schluss dann war Kraft chancenlos, denn Dost traf erneut. Wieder war es Vierinha, der die Vorarbeit leistete und auf Gustavo ablegte. Der Brasilianer traf mit seinem Schuss nur den rechten Pfosten, Dost staubte eiskalt ab. Herthas Jens Hegeler schaute tatenlos zu.

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  • dpa
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