22. Bundesliga-Spieltag
Freiburg holt Punkt gegen 1899

Der SC Freiburg hat im Abstiegskampf zumindest einen weiteren Teilerfolg verbucht. Die Breisgauer erkämpften sich ein 1:1 gegen 1899 Hoffenheim. Auch ein Sieg wäre durchaus möglich gewesen.
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FreiburgDer SC Freiburg hat einen weiteren Schritt aus dem Tabellenkeller verpasst. Eine Woche nach dem Sieg bei Hertha BSC Berlin kamen die Breisgauer am Samstag im badischen Fußball-Derby gegen 1899 Hoffenheim nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Vor 23 800 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion brachte Immanuel Höhn die Hausherren in der 25. Minute zwar in Führung. Kevin Volland gelang sechs Minuten vor der Pause aber der Ausgleich für die Gäste, die den Anschluss an die Europa-League-Plätze immer mehr verlieren.

In der Nachspielzeit sah Freiburgs Marc Torrejón wegen groben Foulspiels noch die Rote Karte. Freiburgs Trainer Christian Streich wurde danach wegen Meckerns auf die Tribüne verbannt.

Streich vertraute jener Elf, die vor einer Woche in Berlin gewonnen hatte. Ohne zahlreiche verletzte oder kranke Stammspieler wie Nils Petersen, Mike Frantz oder Marc-Oliver Kempf blieben Streich aber auch kaum Möglichkeiten für personelle Änderungen.

Bei den Gästen baute Chefcoach Markus Gisdol, der trotz einer schweren Grippe auf der Bank saß, seine Mannschaft im Vergleich zum 2:1 im Derby gegen den VfB Stuttgart auf zwei Positionen um. Anthony Modeste und Sejad Salihovic standen für Sven Schipplock und Nadiem Amiri in der Startformation.

Dem nach seiner Gelbsperre wieder zur Verfügung stehenden Eugen Polanski blieb dagegen zunächst nur die Rolle des Reservisten. Gisdol gab Sebastian Rudy, Siegtorschütze gegen Stuttgart, den Vorzug.

In einer insgesamt schwachen Partie bestimmten die Freiburger zunächst das Geschehen und gingen in der 25. Minute verdient in Führung. Nach einem Freistoß von Jonathan Schmid entwischte Höhn seinem Gegenspieler Rudy am langen Pfosten und konnte unbedrängt einschießen. Für den Abwehrspieler war es der erste Torschuss in dieser Saison überhaupt.

Hoffenheims Keeper Oliver Baumann war ohne Abwehrchance. Für Baumann war es nach seinem Wechsel in den Kraichgau die erste Rückkehr. Dort wurde er, der 14 Jahre lang für den SCF gespielt hatte, mit Pfiffen und Schmähgesängen begrüßt.

Nach dem Führungstreffer kontrollierten die Hausherren das Geschehen, ohne sich nennenswerte Chancen zu erspielen. Völlig überraschend kamen die Gäste sechs Minuten vor der Pause zum Ausgleich. Volland hämmerte den Ball unhaltbar für Freiburgs Torhüter Roman Bürki in die Maschen. Wenig später hatten die Hoffenheimer Glück, dass Pirmin Schwegler nach einem wiederholten Foul nicht mit Gelb-Rot vom Platz flog. Gisdol reagierte prompt und holte den Schweizer noch vor dem Halbzeitpfiff vom Feld.

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Gäste. Nach einem krassen Fehlpass von Höhn schoss Modeste zunächst knapp neben das Tor (50.). Dann lenkte Bürki einen Polanski-Knaller aus rund 25 Metern mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten.

Von den Gastgebern war dagegen nicht mehr viel zu sehen. Die Streich-Schützlinge zeigten zwar erneut kämpferisch eine überzeugende Vorstellung. Spielerisch bleib beim SCF aber vieles Stückwerk. Allerdings konnte Hoffenheim die Überlegenheit nicht zum zweiten Treffer nutzen. Nach schöner Kombination über Salihovic und Volland vergab Modeste aus zwei Metern die letzte Großchance (69.)

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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